|
|
|
Freitag, 01.10.2010
 |
| Der Stopp des Marktanreizungsprogramms für erneuerbare Energien drückt den Verkauf von Sonnenkollektoren in den Keller (Foto: sibnet.ru) |
Stopp der Ökoförderung: Kalte Dusche für Solarwärme
Der Stopp des Marktanreizungsprogramms für erneuerbare Energien drückt den Verkauf von Sonnenkollektoren in den Keller. Im Mai sei die Nachfrage um 33 Prozent eingebrochen, teilte der Bundesverband für Solarwirtschaft mit.
Der Stopp des Marktanreizungsprogramms für erneuerbare Energien drückt den Verkauf von Sonnenkollektoren in den Keller (Foto: sibnet.ru)
|
|
Im Mai hatte das Finanzministerium gegen den Widerstand des Umweltministeriums eine Haushaltssperre über das Förderprogramm verhängt. Insgesamt wurden 115 Millionen Euro für solarthermische Anlagen, Pelletheizungen und Wärmepumpen gestrichen.
„So dringend eine Konsolidierung des Bundesetats ist, so widersinnig ist der Förderstopp“, erklärte der Geschäftsführer des Bundesverbands für Solarwirtschaft, Carsten Körnig. Er geht davon aus, dass jeder Euro aus dem Anreizprogramm acht Euro an privaten Investitionen stimuliert. „Allein die daraus erzielten Mehrwertsteuereinnahmen refinanzieren das für einen wirksamen Klimaschutz unverzichtbare Förderprogramm“, sagte er.
Die Verkäufer von Solaranlagen spüren bereits die Auswirkungen der Streichung. Viele Kunden haben nach dem Stopp des Förderprogramms bereits Aufträge storniert. Obwohl der Sommer als Hochsaison für den Verkauf von Heizungen gilt, läuft die Nachfrage schleppend.
Um ein Drittel ist der Verkauf der Sonnenkollektoren zurückgegangen. Auch bei Pelletheizungen und Wärmepumpen wird ein negativer Trend vermeldet.
Jeder Monat Sperre koste die Branche rund 100 Millionen Euro, schätzen der Bundesverband Solarwirtschaft und der Bundesindustrieverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik. Sie forderten Finanzminister Wolfgang Schäuble zur schnellen Freigabe der Mittel auf.
Quelle: ddp, .rufo
|
|
|
|