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Sonntag, 27.06.2010
Solarmobil aus St. Petersburg kommt als Zweisitzer
Studenten und Wissenschaftler der Polytechnischen Universität St. Petersburg haben ein E-Mobil entwickelt, das seinen Strom aus auf dem Dach angebrachten Solarbatterien bezieht. Der Wagen ist für zwei Personen ausgelegt.
Die Fläche der Solarbatterien auf dem Dach und der Motorhaube beträgt 1,5 Quadratmeter (Foto: energyland.info)
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„Die Fläche der Solarbatterien auf dem Dach und der Motorhaube beträgt 1,5 Quadratmeter. Unter der Motorhaube befinden sich der Elektromotor und das Steuersystem, im Kofferraum eine Akkubatterie“, erklärte Viktor Jelistratow, Leiter der Fakultät für erneuerbare Energien und Wasserkraft an der Petersburger Polytechnischen Universität.
Das alles wurde im Chassis eines deutschen Elektromobils untergebracht, das in den 90er Jahren in einer Miniserie gebaut wurde. Die Leistung des Elektromotors liegt bei drei Kilowatt, die Spitzenleistung bei sieben Kilowatt. Die Ladekapazität der Akkubatterie beträgt 120 Amperestunden. Bei einer Geschwindigkeit von 40 km/h hat das Fahrzeug eine Reichweite von 60 Kilometern.
Professor Jelistratow betonte insbesondere, dass das Steuerungssystem eine Rückkopplung der Energie beim Bremsen des Autos vorsehe.
Als Solarbatterien wurden photoelektrische Wandler der Krasnodarer Firma Solnetschny Weter („Sonnenwind“) verwendet. Die Solarbatterien können sowohl während der Fahrt als auch beim Parken in einer lichtdurchlässigen Garage aufgeladen werden. „In unserer Stadt, wo man dauernd im Stau steht, kommt das Nachladen äußerst gelegen. Man verschmutzt die Luft nicht und versorgt sich gleichzeitig mit kostenlosen Treibstoff“, sagte der Wissenschaftler.
Ungeachtet seines unscheinbaren Aussehens hat das Solarmobil bei den Besuchern der internationalen Ausstellung „Energetik und Elektrotechnik“ großes Interesse erweckt. Vertreter des Joffe-Instituts für Physik und Technik teilten auf der Ausstellung mit, dass der Weltmarkt für Solarenergie 2009 auf ein Volumen von 40 Milliarden Dollar angewachsen sei. Derzeit beträgt der maximale Wirkungsgrad stufenförmig angelegter photoelektrischer Elemente 41 Prozent. Nun arbeiten Wissenschaftler an Stufenelementen mit Nanoheterostrukturen, die um zehn Prozent effizienter sind.
Quelle: Itar-Tass, .rufo
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