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Siemens hilft Russland bei der Nutzung von Erdölgas (Foto: novoteka.ru)
Mittwoch, 20.01.2010

Siemens hilft Russland bei der Nutzung von Erdölgas

Mindestens 95 Prozent des Erdölgases sollen ab 2012 genutzt werden – so die Forderung von Premier Wladimir Putin. Siemens baut an der Priobsk-Lagerstätte in Sibirien 7 Gasturbinen-Kraftwerke auf Erdölgas-Basis.


Siemens hilft Russland bei der Nutzung von Erdölgas


Jährlich werden nach Angaben von Putin 20 Mrd. Kubikmeter Erdölgas abgefackelt. Ölkonzerne, die der Forderung nach einer Nutzung des Erdölgases nicht nachkommen und es weiter verbrennen, müssen künftig mit harten Strafen für die Treibhausgas-Ausstöße in die Umwelt rechnen. Umso mehr, da Erdölgas ein kostbarer Rohstoff ist, sowohl für die chemische Industrie, als auch zur Stromerzeugung.

Putin erklärte, dass bei der Inbetriebnahme der alten Öllagerstätten in Westsibirien vor einigen Jahrzehnten niemand an Ökologie und eine rationale Ressourcennutzung gedacht habe. Anders sehe die Situation in Ostsibirien aus, wo gleich zu Beginn der Erschließung von Lagerstätten die Forderungen nach einer maximalen Nutzung aller geförderten Rohstoffe stand.

Die Öllagerstätte in Priobsk ist ein Beispiel für die Lösung des Problems von Erdölgas. Siemens baut im Kreis Chanty-Mansisk sieben Kraftwerke mit je 45 MW Leistung. Die Siemens-Gasturbinen SGT-800, entsprechen nach Einschätzung von Experten, den höchsten Umweltanforderungen. Die neuen Kraftwerke arbeiten mit Hilfe von Erdölgas. Das erlaubt eine effektive Nutzung der Rohstoffe und verbessert die ökologische Lage in der Region deutlich.

Es ist nicht das einzige Projekt des deutschen Konzerns in Sibirien. Siemens’ Russlandchef Dietrich Möller hat der Führung von Chanty-Mansisk eine Reihe von Vorschlägen zur Modernisierung der Gebäudewirtschaft unterbreitet. Dazu sollen automatisierte Steuerungssysteme für die Wärme- und Wasserversorgung eingeführt werden. Darüber hinaus kann die Technik auch bei der Erdöl- und Gasförderung, beim Bau großer Industrie- und Infrastrukturobjekte angewendet werden. Eingeführt werden sollen zudem weitere Energiespartechnologien und IT-Technologien.

Quelle: Itar-Tass, rufo

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