Impressum 
Datenschutz 
Links 
Partner 
Für Unternehmen 


Samstag, 17.04.2010
Anno 2012 wird in Russland das erste industriell genutzte Solarkraftwerk in Betrieb genommen (Foto: kislovodskhotels.ru)
Anno 2012 wird in Russland das erste industriell genutzte Solarkraftwerk in Betrieb genommen (Foto: kislovodskhotels.ru)

Russlands erstes Solarkraftwerk entsteht im Kaukasus

Anno 2012 wird in Russland das erste industriell genutzte Solarkraftwerk in Betrieb genommen. Die Spitzenbelastung des Kraftwerks in der Kaukasus-Stadt Kislowodsk beträgt 12,3 Megawatt.


Anno 2012 wird in Russland das erste industriell genutzte Solarkraftwerk in Betrieb genommen (Foto: kislovodskhotels.ru)



Die Projektkosten liegen bei drei Milliarden Rubel (75 Mio. Euro). Waleri Korsakow, der Generaldirektor der Firma „Sphinx-9“, die das Projekt realisiert, teilte mit, dass das Kraftwerk die Sonnenenergie direkt in Wärme und Strom umwandeln werde.

In Kislowodsk leben rund 130.000 Menschen. Es ist der größte Luftkurort im Süden Russlands. Die Stadt ist 234 Kilometer von der Gebietshauptstadt Stawropol entfernt. Für den Bau der Solarstation wurde Kislowodsk nicht zufällig gewählt. Hier scheint die Sonne 328 Tage im Jahr, die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei acht Grad Celsius.

Die Stromkapazität des Kraftwerks würde für die Versorgung einer kleineren Ortschaft ausreichen, allerdings soll damit kein konkretes Objekt betrieben werden, sondern der Strom ins gesamtrussische E-Netz einfließen. Die Wärmeenergie hingegen wird konkret für die Warmwasseraufbereitung einiger Treibhäuser in der Nähe des Kraftwerks genutzt.

Die Region um den kaukasischen Kurort Mineralnye Wody hat bereits eine gewisse Tradition als Vorreiter bei der Einführung erneuerbarer Energien. So werden im Gebiet Stawropol bereits das Sanatorium „Kolos“, ein Wohnhaus in Kislowodsk, ein Verwaltungsgebäude in der Ortschaft Staromarjowskoje und eine Notarzt-Station in Mineralnye Wody über Solarenergie mit Strom und Wärme versorgt.

Übrigens wurde genau in dieser Region auch erstmals die Idee eines einheitlichen Stromnetzes für Russland entwickelt. 1903 wurde am Fluss Podkumok in der Nähe der Stadt Jessentuki das Wasserkraftwerk „Weiße Kohle“ in Betrieb genommen. Mit einer Kapazität von 700 Kilowatt war das von den Architekten Michail Schatelen und Heinrich Graftio entworfene Kraftwerk damals das leistungsfähigste Kraftwerk in ganz Russland.

Als anschließend das Wasserkraftwerk mit dem Heizkraftwerk Pjatigorsk parallel geschlossen wurde, wurde dies zum Vorbild für ein einheitliches Stromnetz in Russland. Heute wird im Kraftwerk „Weiße Kohle“ ein Museum für die Geschichte der Wasserkraft betrieben.

Quelle: Itar-Tass, .rufo

Länder in Deutschland

Regionen in Russland
Powered by RUFO