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Die in Rjasan hergestellten Module werden für Solarbatterien mit einer Kapazität von 230 Watt verwendet. (Foto: Vesti.Ru)
Donnerstag, 13.08.2009

Russland will seinen Platz unter der Sonne einnehmen

Das Rjasaner Werk für metallkeramische Geräte RSMK hat die Produktion photoelektrischer Umwandler für Solarbatterien aufgenommen. Bislang gehen alle Photelement in den Export – nach Deutschland.


Die in Rjasan hergestellten Module werden für Solarbatterien mit einer Kapazität von 230 Watt verwendet. (Foto: Vesti.Ru)


Die in Rjasan hergestellten Module werden für Solarbatterien mit einer Kapazität von 230 Watt in großen Kraftwerken verwendet. Der Generaldirektor von RSMK Sergej Karabanow ist sicher, dass die neue Produktion gefragt sein wird: «Unserer Einschätzung und der Einschätzung internationaler Experten nach wird sich der Markt ungeachtet der Krise, in der sich die Weltwirtschaft befindet, im gleichen Tempo wie bisher entwickeln», sagte er.

«Wir haben nichts neues erfunden», bekennt Andrej Swerew, Generaldirektor der AG Rossiskaja Elektronika, einem Partner von RSMK bei der Herstellung der photoelektrischen Umwandler. «Bisher haben wir nur eine westliche Fertigungslinie zur Herstellung von Solarbatterien gekauft. Aus dem Osten bekommen wir die Einzelteile, hier setzen wir sie zusammen und verkaufen sie nach Deutschland.»

Die Einzelteile, das sind Plastinen mit blauer oder schwarzer Beschichtung, die das Licht fast vollständig aufnehmen und kaum wieder abstrahlen. Als Rohstoff dient eins der am häufigsten in der Natur vorkommenden Elemente: Silizium. Aber um als Halbleiter zu dienen, muss es vier Stadien der Reinigung durchlaufen.

«Rostechnologii», zu der RSMK gehört, plant in Rjasan den vollen Produktionszyklus aufzubauen: Von der Silizium-Produktion über die Montage der Panels bis hin zum Aufbau großer Solarkraftwerke. Schon vor zehn Jahren wurden hier die ersten Solarmodule hergestellt und eine neue Methode ihrer plastischen Abdichtung angewandt.

«Das ist unser Know-how», erklärt Wassili Ananjin, Leiter einer Fabrikhalle bei RSMK. «Die Photopolymer-Technologie ist patentiert. Sie erlaubt uns, nicht nur großflächige, sondern auch Miniaturmodule herzustellen. Als Unterlage nutzen wir nicht nur Glas, sondern auch leichtes Plastik»

Der Bau von Solarhäusern und -kraftwerken ist zu einer der weltweit wichtigsten Richtungen bei der Energiegewinnung geworden, doch in den letzten Jahren gab es ein zunehmendes Defizit an Polysilizium. Russland versucht nach Deutschland, Japan und den USA ebenfalls seinen Platz an der Sonne einzunehmen. Umso mehr, da Russland in den nächsten zehn Jahren den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtumsatz um ein Vielfaches erhöhen will.

Quelle: Vesti, rufo

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