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Freitag, 22.07.2011
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| Mit dem Projekt Skolkowo hofft Russland auch im Bereich Energieeffizienz auf einen Durchbruch (Grafik: Skolkowo) |
Russland rechnet auf durchschlagende Projekte
Die Modernisierung sieht die Entwicklung erneuerbarer Energiequellen vor. Der Modernisierungskurs wurde 2009 von Präsident Dmitri Medwedew im Artikel „Vorwärts Russland“ ausgegeben.
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Um einen real funktionierenden Strommarkt in Russland zu schaffen, sei es am effektivsten, die Entwicklung erneuerbarer Energien zu forcieren, meint der Chefredakteur der Zeitschrift „Ekologija i schisn“ („Ökologie und Leben“) Alexander Samsonow.
Das Gesetz zu erneuerbaren Energien wurde in Russland bereits 1999 von der Staatsduma verabschiedet, ein Jahr früher als in Deutschland. Doch das Gesetz trat nie in Kraft, weil es von Präsident Boris Jelzin abgelehnt wurde. Das Veto des Präsidenten bremste die aktive Nutzung erneuerbarer Energien in Russland fast zehn Jahre lang.
Ohne Finanzierung fehlen Mechanismen zur Umsetzung der Gesetze Die Regierung hat das Thema erneuerbare Energien allerdings stets beachtet. So bestimmt der Regierungserlass Nr.1 vom 8. Januar 2009 die Parameter für Stromerzeugung und –verbrauch auch unter Einbeziehung erneuerbarer Energiequellen (ohne Wasserkraftwerke mit einer Kapazität über 25 MW) bis zum Jahr 2020: 2010 haben erneuerbare Energien einen Anteil von 1,5 Prozent, 2015 sind es 2,5 Prozent und 2020 4,5 Prozent.
Das Energieeffizienzgesetz Nr. 261 vom 23. November 2009 stellt die Aufgabe, die Energieintensität des russischen BIP bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Der Maßnahmenkatalog zum Energiesparen und zur Erhöhung der Energieeffizienz wurde im Regierungserlass Nr. 1830 vom 1. Dezember 2009 festgelegt. Allerdings fehlt die Finanzierung dieser Maßnahmen im Staatshaushalt 2010, darum muss das Jahr 2010 weitgehend als verloren gelten. Ohne die Finanzierung aus dem Etat fehlen die Mechanismen zur Umsetzung des Gesetzes.
Skolkowo als Marktmechanismus für Innovationen Neben der staatlichen Finanzierung sind aber auch Möglichkeiten zur Heranziehung privater Investitionen und Innovationen im Bereich Energieeffizienz angedacht. Eine dieser Wirtschaftszonen, die eine unternehmerfreundliche Umwelt schaffen sollen, ist die Sonderwirtschaftszone Skolkowo.
Laut Jekaterina Djatschenko, der Bereichsleiterin Energieeffizienz und Energiesparen beim Fonds Skolkowo, bezieht sich die ökologisch-wirtschaftliche Entwicklung zunächst auf die Modernisierung der traditionellen Energiegewinnung aus Kohle und Gas. Doch bereits im dritten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts werde die Entwicklung erneuerbarer Energien in den Vordergrund treten, so Djatschenko.
Russlands innovative Projekte In Russland wird derzeit eine ganze Reihe von Projektenumgesetzt, die sich als Durchbruch erweisen können. Darunter sind zwei Projekte der RZD: die erste Gasturbinenlok der Welt, die mit Flüssiggas betrieben wird und ein „intelligenter Bahnhof“, der in Anapa gebaut wird.
Eine Palette von umweltfreundlichen und energiesparenden Lösungen wird bei den Olympiaobjekten in Sotschi demonstriert. Darüber hinaus bietet Liotech, ein Joint-Venture der russischen Staatsholding Rosnano und der chinesischen Thunder Sky, innovative Lösungen bei der Speicherung von Energie an.
Quelle: Ekologija i schisn, rufo
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