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Eine weitere Möglichkeit, den Energiebedarf von Gebäuden zu  verringern, ist die Senkung des Stromverbrauchs (Foto: mosgraf.ru)
Donnerstag, 18.03.2010

Russland lernt Energie zu sparen

In Moskau gehen Baufirmen flächendeckend zum Bau von Gebäuden über, die den neuen Energieeffizienzvorgaben entsprechen. Dabei wird gleich ein ganzer Komplex von Energiesparsystemen angewendet.


Eine weitere Möglichkeit, den Energiebedarf von Gebäuden zu verringern, ist die Senkung des Stromverbrauchs (Foto: mosgraf.ru)


Die meisten dieser neuen Häuser bestehen aus vier Sektionen. Nach Berechnungen des Moskauer Forschungs- und Projektinstituts MNIITEP können durch den Umstieg auf energieeffiziente Gebäude in Moskau 236.000 Gigakalorien Wärmeenergie und 3,15 Mio. Kilowattstunden Strom pro Jahr gespart werden.

Zur deutlichen Senkung des Energieverbrauchs trägt eine effektive Dämmung der Häuser bei, beispielsweise durch die Nutzung belüfteter Fassaden. Das erste Projekt dieser Art in Moskau – ein neunstöckiges Haus in der ul. Chabarowskaja – wurde kürzlich nach dem System „Marmarok“ saniert.

Nach der Installation individueller Wärmeregler und -zähler in den Wohnungen kann durch die Automatisierung von Steuereinheitenzusätzlich Energie gespart werden: Die Einführung einer vollständigen Automatisierung erlaubt es, den Energieverbrauch eines Hauses um 15 bis 20 Prozent zu senken.

Eine Analyse der Wärmeverluste hat gezeigt, dass ein Großteil der Energie (40 bis 50 Prozent) für die Erwärmung von Kaltluft verwendet wird, die durch undichte Fenster ins Gebäude eindringt. Sind die Fenster hingegen zu hermetisch abgedichtet und die Lüftung schlecht, bilden sich Kondenswasser und Pilzbefall in Gebäuden. In solchen Fällen werden mechanische und gemischte Regulierungssysteme für die Be- und Entlüftung verwendet.

Beispielhaft dafür stehen ein Experimentalhaus der Serie 111 in Nikulino und ein Wohnhaus der Serie P44T im Moskauer Vorort OtschakowoDabei wird neben einem mechanischen Entlüftungssystem auch Wärmerückkopplung (in Zusammenhang mit der Nutzung von Wärme aus Abwässern und Geothermie über Wärmepumpen) eingesetzt, um vollständig auf zentrale Warmwasserversorgung verzichten zu können. Alle Maßnahmen zusammen konnten den Energiebedarf der Häuser um 46 Prozent senken.

Das Zentrum für Energiespartechnologien des Wissenschafts- und Forschungsbetriebs „Soswesdije“ schlägt zum Energiesparen die beiden Komplexe „Solnzeworot“ und „Kolowrat“ vor.

Der erste Komplex basiert auf der Nutzung von Solarbatterien für die Stromgewinnung. Seine Kapazität liegt bei 1,5 kW. „Solnzeworot“ ist auf den Häuserdächern des ehemaligen Olympischen Dorfs im Süden Moskaus installiert. Beim Ausfall der städtischen Stromversorgung garantiert das System 24 Stunden störungsfreie Versorgung.

Das zweite System „Kolowrat“ basiert auf der Kopplung von Solarkollektoren und Wärmepumpen.und dient der Versorgung von Häusern mit Wärme und Warmwasser. . Die Aufstellung einer solchen Anlage rechnet sich innerhalb von dreieinhalb Jahren.

Eine weitere Möglichkeit, den Energiebedarf von Gebäuden zu verringern, ist die Senkung des Stromverbrauchs. Die „Elektroprojekt-1 AG“ hat dazu Kassettenkonstruktionen für die Verlegung von Elektrokabeln vorgestellt, die Kurzschlüsse zwischen den Phasen ausschließen. Das erhöht die Durchlassfähigkeit der Leitungen um 20 bis 30 Prozent.

Die in Brjansk ansässige „Gruppa Kremni El“ AG schließlich hat in Moskau ein automatisches Beleuchtungssystem für Wohnhäuser präsentiert. Seine Anwendung kann bis zu 70 Prozent der Stromkosten für Beleuchtung sparen.

Quelle: „Ekologija i schisn“ .rufo

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