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Samstag, 05.06.2010
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| Energieeffizienz nur durch komplexe Maßnahmen zu erreichen (Foto: stroyport.com.ua) |
Nanotechnologien und Fachwerkhäuser in Russland
Die Fachwerkhaustradition wird in Russland wiederbelebt. Die Firma Ekoplan kombiniert die alte Bautechnik mit neuer Hochtechnologie und deckt alle Konstruktionen mit Speziallack aus Nanoteilchen ab, um Wärmeverluste zu senken.
| Energieeffizienz nur durch komplexe Maßnahmen zu erreichen (Foto: stroyport.com.ua) |
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Das russische Unternehmen Ekoplan montiert die Häuser industriell vor: Wandplatten und Decken werden in der Fabrik vorgefertigt. Auf der Baustelle werden diese Paneele dann an das Holzgerüst angeschraubt. Zur besseren Isolierung werden dicke Styroporplatten verwendet, die beidseitig mit Spanplatten beklebt sind. Die Spanplatten haben Überlappungen, die es erlauben, sie an das Holzgerüst anzubringen. Die Nähte werden sorgfältig mit Polystyrolschaum abgedeckt.
Seine hohe Effizienz erreicht das Haus durch die Nutzung von dickem Styropor (Dicke 150 bis 200 Millimeter), Spanplatten und Spezialkleber, die eine zusätzliche Hermetisierung der Übergänge ermöglichen.
In den vergangenen drei Jahren wurden rund 40 neue Produktionsstätten in Russland aufgebaut, die die Bautechnologien von Ekoplan nutzen. Die Technologie wird zudem in der Ukraine und der Mongolei angewendet. Bulgarien, Griechenland und Zypern haben Interesse daran bekundet.
Die nach dem Ekoplan-Konzept erbauten Häuser kommen zwei Drittel des Jahres ohne Heizung aus. Die Heizkessel müssen lediglich im Winter angestellt werden und selbst in dieser Zeit nicht mit voller Kraft arbeiten.
Energieeffizienz nur durch komplexe Maßnahmen zu erreichen
In solchen Häusern ist der Druck der Warmluftmassen auf die tragenden Konstruktionen relativ hoch. Um Infiltrationen zu verhindern, werden Wände und andere tragende Konstruktionen des Hauses mit einem Speziallack abgedeckt.
Nach Angaben von Chemiker Oleg Nasakin, dem Leiter von Ekoplan-Powolschje, wurde der Lack mithilfe von Nanotechnologien vom Unternehmen selbst entwickelt.
„Die Dicke unserer Wände beträgt 160 Millimeter, was äquivalent zu einer 2,2 Meter dicken Steinmauer ist“, sagte Nasatkin. Mit dem Speziallack sei sie sogar einer acht Meter dicken Steinmauer ebenbürtig, fügte er hinzu.
Bei einer thermographischen Untersuchung zeigt ein solches Haus praktisch keinen Wärmeverlust an. Das Unternehmen erklärt darüber hinaus, dass Energieeffizienz eine Aufgabe ist, die nur im Komplex gelöst werden könne. Um das Haus in seinem Energiehaushalt völlig autonom zu gestalten, soll es mit einer neuartigen Windkraftanlage ausgerüstet werden. Zudem werden neue Kraftstoffarten für die Beheizung solcher Häuser entwickelt.
Quelle: Ekonomia i schisn, .rufo
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