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Sonntag, 04.10.2009
Moskau steigt ab 1. Oktober auf Energiesparlampen um
Moskaus Oberbürgermeister Juri Luschkow hat allen städtischen Einrichtungen ab 1. Oktober den Kauf von Glühbirnen untersagt. Das Verbot bedeutet zwar keinen sofortigen Verzicht auf Glühbirnen, verspricht aber doch einen Spareffekt.
| Die neuen Lampen ersetzen schon vielerorts die altbewährten Glühbirnen in der Stadt (Foto: rufo) |
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„Wenn eine Lampe ihren Geist aufgibt, ersetzen wir sie durch eine Diodenlampe. In einem Jahr spart sie im Vergleich zur normalen Lampe zwei Drittel der Stromkosten “, erklärte Luschkow. Obwohl Energiesparlampen teurer sind als gewöhnliche Lampen (150 – 300 Rubel gegenüber 15 Rubel, d.h. 3,30 – 6,70 Euro gegenüber 0,33 Euro) hofft die Stadtverwaltung auf ein deutliches Plus durch das Sparen von Strom und die längere Betriebsdauer von Energiesparlampen.
Unterdessen wurden um Bürgermeisteramt an der Twerskaja 13 schon zu Jahresbeginn alle Lampen gegen Energiesparlampen ausgetauscht. Im Zusammenhang mit dem allgemeinen Umstieg auf Energiesparlampen wird nun das Investitionsprogramm angepasst.
Nach den Plänen der Stadtverwaltung soll der Wechsel aller veralteten Lampen und die Einführung „intelligenter“ Beleuchtungssystem in Wohnhäusern und sozialen Objekten insgesamt 25 MW Strom sparen. Der vollständige Übergang auf Energiesparlampen nimmt voraussichtlich vier Jahre in Anspruch. Die Koste für die Anschaffung der neuen Lampen rentieren sich innerhalb von eineinhalb bis zwei Jahren durch die Stromersparnis.
Gespart wird nicht nur am Licht
Die neuen Lampen ersetzen schon vielerorts die altbewährten Glühbirnen in der Stadt. So beleuchteten zum Neujahr Energiespargirlanden Moskau festlich.
Darüber hinaus plant Moskau aber auch den Einsatz von Solarbatterien, die Aufstellung von Wärmespeichern und die Einführung eines zweigeteilten Wärmetarifs. Nach Angaben der Stadtverwaltung wird in Moskau mehr Wärmeenergie verbraucht als in Schweden oder Finnland.
In der Moskauer Metro werden derzeit aktiv Energiespartechnologien eingeführt. Die Lichttechnik wird gegen eine sparsamere Variante ausgewechselt, die Besitzer der kleinen Geschäfte in der Metro werden verpflichtet, für die Beheizung der Räumlichkeiten künftig Wärmespeicher anstelle von Heizgeräten zu nutzen. In der Gebäudewirtschaft ist die Verglasung von Balkons und Loggien und sogar der Einsatz von Solarenergie bei der Beleuchtung geplant.
In den Treppenhäusern werden Bewegungsmelder installiert, die das Licht erst dann einschalten, wenn eine Person das Haus betritt. Für die Realisierung dieser Projekte sind 181 Mrd. Rubel eingeplant, der Spareffekt soll über 15,8 Mrd. kW/h betragen.
Quelle: Itar-Tass, rufo
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