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Mittwoch, 26.11.2008
Kläranlage wird mit Bio-Energie versorgt. Foto: Mosvodokanal
Kläranlage wird mit Bio-Energie versorgt. Foto: Mosvodokanal

Moskau – Energie und Wärme aus der Kanalisation

Der Moskauer Kanal wird zu einem Experimentierfeld für erneuerbare Energien. Im Dezember wird in der Kläranlage Kurjanowsk (im Südosten Moskaus) ein Mini-Kraftwerk auf Biogas-Basis in Betrieb genommen.

Die damit gewonnene Energie dient der Kläranlage. „Das ist ein unikales in Russland noch nie da gewesenes Kraftwerk“, erklärt der Generaldirektor der Gesellschaft Moswodokanal, Stanislaw Chromenkow. Mit der Hilfe des Kraftwerks will Moswodokanal 10 MW Strom und 8 MW Wärmeenergie erzeugen. Das deckt zu 50 Prozent den Bedarf der Kläranlage Kurjanowsk. So muss selbst bei einem Stromausfall der Klärprozess in Zukunft nicht unterbrochen werden.

Das Kanalwasser könne außerdem zur Beheizung von Wohnhäusern und staatlichen Einrichtungen genutzt werden, da die Temperaturen nicht unter ein Niveau von 16 -18 Grad sinken, meint der Chef von Moswodokanal. Chromenkow teilte mit, dass vor einem Jahr in Nordbutowo (an der Südgrenze von Moskau) die erste experimentelle Pumpenanlage errichtet worden sei, die Wärme für die Beheizung der Klärstation erzeuge.

Info:
Das Kanalisationssystem Moskaus besteht aus einem 7.700 km langen Leitungsnetz, 149 Pumpenstationen mit einer Leistungsfähigkeit von insgesamt 9 Mio. m3 pro Tag, 4 Kläranlagen mit einer Kapazität von über 6,3 Mio. m3 und 27 Schneeschmelzpunkten. Die Wasserfläche liegt bei 1.200 km2, die Anzahl der Kunden bei 13 Millionen Menschen. Im Durchschnitt müssen täglich 5 Mio. m3 Wasser gereinigt werden, ehe sie zurück in den Moskwa-Fluss gelangen.
Quelle: rufo, Trud


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