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Mittwoch, 28.09.2011
Die Idee der Verbreitung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen wird unterdessen von Präsident Dmitri Medwedew unterstützt (Foto: moto-auto.net)
Die Idee der Verbreitung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen wird unterdessen von Präsident Dmitri Medwedew unterstützt (Foto: moto-auto.net)

Moskau baut Tankstellen für Elektrofahrzeuge

Bis zum Jahresende werden in Moskau die ersten 28 Tankstellen für Elektrofahrzeuge gebaut. Die Aufladezeiten für Akkus liegen bei acht Stunden, vier Stunden oder 20 – 30 Minuten.

Die 28 E-Tankstellen sollen zur Basis eines leistungsfähigeren Elektro-Tankstellennetzes in der Region Moskau werden. Der Moskauer Stromversorger MOESK will dieses erste Tankstellennetz für Elektrofahrzeuge eröffnen. Die erste derartige Aufladestation wurde übrigens schon eröffnet: an der Sadownitscheskaja-Straße 36. Dennis Zypuljew, Projektleiter für E-Verkehr bei MOESK, hofft, dass die Besitzer der Elektrofahrzeuge ihre Autos nachts aufladen, wenn die Belastung der städtischen Stromnetze gering ist.

Nach Berechnungen von Maxim Osorin, einem Mitglied der Projektgruppe bei MOESK sind in den nächsten drei – vier Jahren insgesamt 3.000 solcher Tankstellen im Gebiet Moskau nötig.

Medwedew: Der Übergang zum Elektrofahrzeug macht die Luft sauberer

Das Aufladen eines Elektrofahrzeugs ist deutlich billiger als das Betanken eines Autos mit Otto-Kraftstoff. Bei einer durchschnittlichen täglichen Laufleistung von 70 Kilometern braucht der Akku 10 kWh. Beim Nachttarif von derzeit 67 Kopeken (0,015 Euro) pro kW, kostet das Aufladen 6,70 Rubel (0,15 Euro). Pro Kilometer liegen die Kosten damit umgerechnet unter einem Viertel-Eurocent.

Das „Volltanken“ (16 kWh) kostet nachts 12 Rubel und tagsüber 70 Rubel (bei einem Tagestarif von 3,88 Rubel pro kW und dem Einrechnen von zehn Prozent Energieverlust beim Aufladen der Akkus.)

Laut Mosenergosbyt-Vertreter Sergej Kjuregjan rentiert sich der Bau der leistungsfähigsten Aufladestationen innerhalb von zehn Jahren aber nur dann, wenn der Tarif für das volle Aufladen bei 240 Rubel (sechs Euro) liegt. Das russische Gesetz verbietet noch den Stromverkauf zu einem höheren Tarif als gesetzlich festgelegt.

Die Idee der Verbreitung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen wird unterdessen von Präsident Dmitri Medwedew unterstützt. Im Bereich der ökologischen erneuerbaren Energie habe Russland gegenüber seinen europäischen Partnern einen deutlichen Rückstand, betonte er. „Ihr Anteil an der gesamten Energieproduktion ist immer noch zu niedrig – weniger als ein Prozent. Gleichzeitig plant Deutschland den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 auf 35 Prozent anzuheben“, erinnerte Medwedew.

„Natürlich ist unser Potenzial an traditionellen Energieressourcen gewaltig. Nichtsdestotrotz sollten wir aktiv voranschreiten in Richtung Nutzung erneuerbarer Energien, sowohl bei der Windkraft, als auch bei Solarenergie und Geothermie. Auf die Förderung von Kohle, Öl und Gas sowie der anschließenden Energiegewinnung daraus entfällt heute praktisch die Hälfte der Schadstoffausstöße in die Atmosphäre“, sagte Medwedew.

Die Realisierung einzelner Pilotprogramme zur Umstellung des öffentlichen Nahverkehrs auf billige Elektrofahrzeuge oder Fahrzeuge mit Hybridantrieb nannte Medwedew dabei als wichtige Projekte. „Schon jetzt ist die Lage in vielen russischen Städten schwierig, im Sommer bekommt man kaum Luft. Möglicherweise helfen diese Autos mit Elektro- oder Hybridantrieb dabei, die Lage kardinal zu ändern. Selbst wenn nur die Motoren im öffentlichen Nahverkehr und bei den Lkw ausgetauscht werden, verringern sich die Schadstoffausstöße um die Hälfte“, sagte er.

Bisher wird in Russland offiziell nur ein Elektromobil verkauft: Der Mitsubishi i-MiEV mit einem 67-PS-Motor und einer Reichweite pro Batterieladung von 150 Kilometer. In Moskau kostet das Auto 1,8 Mio. Rubel (45.000 Euro). Autohändler hoffen daher bei der Förderung von Elektrofahrzeugen auch auf staatliche Unterstützung. Renault beginnt 2012 mit der Auslieferung von Elektrofahrzeugen in Russland. Über die Pläne deutscher Autohersteller ist bisher nichts bekannt.

Quelle: Vesti.ru, .rufo

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