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Dienstag, 16.11.2010
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| Die Geothermalstation wurde 2007 in Betrieb genommen. Ihre Kapazität liegt bei 3,6 Megawatt (Foto: sakhalin.info) |
Kurilen und Kamtschatka setzen auf Geothermie
Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat sich für die Entwicklung der dezentralen Energieversorgung ausgesprochen. Anfang November besuchte er eine Geothermalstation am Rande von Juschno-Kurilsk auf der Insel Kunaschir.
Die Geothermalstation wurde 2007 in Betrieb genommen. Ihre Kapazität liegt bei 3,6 Megawatt (Foto: sakhalin.info)
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„Das ist die dezentrale Energieversorgung und Energieeffizienz, von der wir immer reden“, sagte Medwedew. Der russische Präsident betonte, dass dezentrale Energieversorgung eine Alternative für solche Gegenden sei: Dies sei besser als Schweröl heranzufahren.
Der Generaldirektor der Aktiengesellschaft „Energija Juschno-Kurilskaja“ Konstantin Butakow bestätigte, dass die Selbstkosten für die Stromproduktion der Geothermalstation bei nur einem Drittel der Kosten für die Stromgewinnung aus Dieselgeneratoren liege.
Juschno-Kurilsk ist eine Ortschaft mit etwas weniger als 7.000 Einwohnern. Die Geothermalstation wurde 2007 in Betrieb genommen. Ihre Kapazität liegt bei 3,6 Megawatt. Das deckt 40 Prozent der Energiemenge ab, die Juschno-Kurilsk braucht. Es ist die einzige Geothermalstation in Russland, die gleichzeitig Wärmeenergie und Strom produziert.
Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Bau einer weiteren Geothermalstation. Mit ihrer Inbetriebnahme können die Einwohner von Juschno-Kurilsk völlig auf den Gebrauch der ineffektiven Dieselgeneratoren verzichten.
Russlands Energieminister Sergej Schmatko teilte mit, dass der Energieversorger RusHydro derzeit mit Island ein Gemeinschaftsprojekt zum Bau einer Geothermalstation auf Kamtschatka erörtere. Nach Angaben des Ministers werde der Anteil der erneuerbaren Energien am russischen Energiehaushalt bis 2020 auf 4,5 Prozent steigen.
„Island versorgt sich völlig selbst mithilfe alternativer Energieträger, obwohl die Isländer vor 30 Jahren hauptsächlich noch traditionelle Energieträger eingeführt haben. Die Isländer haben sehr hohe Anforderungen an den Umweltschutz. Daher ist das Ökosystem, das auf Kamtschatka existiert, dank der von Island angewendeten Technologien vollständig geschützt“, erklärte Schmatko.
Quelle: Itar-Tass, .rufo
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