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Freitag, 11.06.2010
Kleine Wasserkraft für das Gebiet Tscheljabinsk
Im Gebiet Tscheljabinsk sollen 25 kleine Wasserkraftwerke gebaut werden. Mithilfe dieser Kraftwerke sollen abgelegene Ortschaften an das Stromnetz angeschlossen werden. Zugleich werden erneuerbare Energien entwickelt.
Mithilfe dieser Kraftwerke sollen abgelegene Ortschaften an das Stromnetz angeschlossen werden (Foto: academic.ru)
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Derzeit sind fünf Bauplätze vorbereitet: Im Kreis Argajasch sowie in den Städten Kus, Njasepetrowsk, Satka und Jurjusan. Die Gesamtkosten der kleinen Wasserkraftwerke in diesen Regionen liegen bei 180 Millionen Rubel (4,75 Mio. Euro). Nach Ansicht von Gouverneur Michail Jurjewitsch sind die Fristen, innerhalb derer sich das Projekt rentiert, kurz. Daher haben die regionalen Behörden schon mit der Suche nach privaten Investoren begonnen. Diese sollen auf im Rahmen einer von Public Private Partnership das Projekt mitfinanzieren.
Die Gebietsführung setzt auf Privatinvestoren
Die Investitionen in das Minikraftwerk am Argasi-Stausee belaufen sich auf 62,4 Millionen Rubel (1,65 Mio. Euro). Sie rentieren sich nach dreieinhalb Jahren – bei einer jährlichen Durchschnittsleistung von 7 Millionen Kilowattstunden, was den Energiebedarf der zwei nächstgelegenen Einfamilienhaussiedlungen deckt.
Der Bau eines Minikraftwerks in Kus kostet 12 bis 15 Millionen Rubel (315.000 – 395.000 Euro). Das kleine Wasserkraftwerk soll 1,34 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und sich innerhalb von fünf Jahren rentieren.
Beim Minikraftwerk in Njasopetrowsk sind die Investitionen nach drei bis vier Jahren wieder eingespielt. Das Wasserkraftwerk erzeugt 1,4 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr und kostet 15 Millionen Rubel (395.000 Euro). Der Bau des Mini-Wasserkraftwerks in Jurjusan kostet 36 Millionen Rubel (950.000 Euro) und rentiert sich bei einer geplanten Stromerzeugung von vier Millionen Kilowattstunden jährlich nach fünf Jahren.
Am längsten dauert es, ehe sich das kleine Wasserkraftwerk am Porogi-Stausee in der Nähe der Stadt Satka rentiert – sieben Jahre. Die notwendigen Investitionen belaufen sich auf 55 Millionen Rubel (1,45 Mio. Euro); die jährliche Energieproduktion liegt bei 4,6 Millionen Kilowattstunden.
„Der Bau kleiner Wasserkraftwerke erlaubt es uns, das Problem der Elektrifizierung abgelegener und schwer zugänglicher Ortschaften zu lösen. Kleine Kraftwerke machen den Bau großer Stauseen mit der einhergehenden Überschwemmung von Territorien und dementsprechenden kolossalen materiellen Schäden überflüssig. Zudem wird der Strom zum Großteil dort genutzt, wo er produziert wird. Daher gibt es keine größeren Aufwendungen für den Energietransport und die Kosten für den Verbraucher können – verglichen mit den Kosten einer Versorgung aus dem Gesamtnetz – bis auf ein Zehntel gesenkt werden“, erklärt der Vizegouverneur von Tscheljabinsk, Juri Klepow.
Durch den Bau aller 25 geplanten Mini-Wasserkraftwerke kann Tscheljabinsk bis 2020 rund 50 Millionen Kilowattstunden zusätzlichen Strom produzieren. Der wirtschaftliche Nutzen liegt bei über 100 Millionen Rubel (2,65 Mio. Euro). Zudem erhöht sich die Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Stromversorgung bei gleichzeitig deutlicher Absenkung der Abgasemissionen
Quelle: Itar-Tass, .rufo
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