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Donnerstag, 16.09.2010
Kleine Wasserkraftwerke verringern die Netzverluste (Foto: museum.rosneft.ru)
Kleine Wasserkraftwerke verringern die Netzverluste (Foto: museum.rosneft.ru)

Kabardino-Balkarien setzt auf kleine Wasserkraftwerke

Am 31. August 2010 wurde das erste nach dem Zerfall der Sowjetunion gebaute Wasserkraftwerk in Betrieb genommen. Das Wasserkraftwerk Kaschchatau hat eine Kapazität von 70 Megawatt.


Kleine Wasserkraftwerke verringern die Netzverluste (Foto: museum.rosneft.ru)


Durch die Indienststellung des Kraftwerks wächst die Stromkapazität der Wasserkraftwerke an den Staustufen des Flusses Nischne-Tscherekski von 60 auf 128,6 Megawatt und die südrussische Republik kann ihren Energiebedarf künftig nicht nur zu 30, sondern zu 50 Prozent mithilfe der eigenen Stromproduktion decken.

Kleine Wasserkraftwerke verringern die Netzverluste

Weil die Stromverluste im Netz beim Transport durch die Berge hoch sind, ist die Errichtung kleiner Wasserkraftwerke in Kabardino-Balkarien günstiger als die Verlegung langer E-Leitungen über Land, erläutert Michail Tschernyschow, Experte für die Wirtschaft im Kaukasus. Der Präsident Kabardino-Balkariens, Arsen Kanokow, erklärt es zu einer vorrangigen Aufgabe, Investoren für den Bau kleiner Kraftwerke zu gewinnen:.: Perspektivisch erlaube dies, dass die Republik ihren Strombedarf vollständig selbst decken könne.

Nach der Staatsholding RosHydro, die allein 2010 926 Millionen Rubel (24 Millionen Euro) in die Entwicklung der Wasserkraft in Kabardino-Balkarien investiert hat, sind nun auch Privatanleger bereit, ihr Geld dort anzulegen. Die russisch-kanadische Firma Greta Energy Ru beginnt mit dem Aufbau von sechs kleinen Wasserkraftwerken an den Flüssen Urich und Chasnidon (Gesamtkapazität 45 Megawatt). Fünf Stauwerke an der Grenze zu Nordossetien sollen noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden, das sechste 2013. Das Projekt kostet 2,2 Milliarden Rubel (58 Millionen Euro) und bringt Kabardino-Balkarien 175 Millionen Kilowattstunden eigener Stromproduktion.

Erwogen wird der Bau kleiner Wasserkraftwerke im Komplex mit anderen Investitionsprogrammen auch im Kreis Leskenski (derzeit werden dort 15 Programme mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet 155 Millionen Euro realisiert). Die regionale Politik hofft dadurch auf die Schaffung von 1.580 zusätzlichen Arbeitsplätzen.

Nach dem Überfall von Terroristen auf das Baksanskoje-Wasserkraftwerk im Juli wurden bei allen Energieobjekten in Kabardino-Balkarien die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt: Die Zahl der Wachleute beim Wasserkraftwerk Kaschchatau wurde erhöht, ein Videoüberwachungssystem wird eingeführt. Alle Zufahrten werden zudem mit automatisch ausfahrbaren Barrieren ausgestattet.

Quelle: RBK daily, .rufo

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