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Freitag, 15.10.2010
Die KSB AG aus Frankenthal hat bei St. Goar am Rhein zwei Flussturbinen in Betrieb genommen (Foto: industrieview.ru)
Die KSB AG aus Frankenthal hat bei St. Goar am Rhein zwei Flussturbinen in Betrieb genommen (Foto: industrieview.ru)

Flussturbinen zapfen den Rhein als Stromquelle an

Die KSB AG aus Frankenthal hat bei St. Goar am Rhein zwei Flussturbinen in Betrieb genommen. Etwa ein Jahr sollen die Pilotanlangen getestet werden. Danach will KSB über den kommerziellen Betrieb entscheiden.


Die KSB AG aus Frankenthal hat bei St. Goar am Rhein zwei Flussturbinen in Betrieb genommen (Foto: industrieview.ru)


Wasserkraft lieferte 2009 rund 19 Milliarden Kilowattstunden und damit 3,3 Prozent des Gesamtstroms in Deutschland. Allerdings fließen in die Statistik die großen Wasserkraftwerke mit ein, die den Bau von Staudämmen und damit erhebliche Eingriffe in die Natur bedingen. Die sogenannte kleine Wasserkraft hinkt in Deutschland als erneuerbare Energiequelle weit hinter den Energieträgern Wind, Sonne und Biomasse zurück.

Mit den Flussturbinen im Rhein wird der Versuch unternommen, diese Lücke zu schließen. Nach Angaben von KSB bietet der neuentwickelte Stromerzeuger die Möglichkeit, sauber und grundlastfähig – im Gegensatz zu Windkraft und Solarenergie, die wetterabhängig sind – Energie zu gewinnen. Das Umweltministerium von Rheinland-Pfalz begleitet das Projekt.

Eingriffe in die Natur sind beim Einsatz von Flussturbinen nicht nötig. Über der Wasseroberfläche verraten lediglich Markierungsbojen das Vorhandensein der „Unterwasser-Kraftwerke“. Nach Angaben der Betreiber sind die Flussturbinen auch für Fische völlig ungefährlich.

Das Testgebiet für die Prototypen ist optimal gewählt. Am Ehrenthaler Werth bei St. Goar ist Schiffsverkehr verboten, zudem weist der Rhein hier die hohe Fließgeschwindigkeit von zwei Metern pro Sekunde auf.

Die beiden Turbinen haben eine Kapazität von fünf bis sieben Kilowatt. Das reicht für die Versorgung von etwa zehn Haushalten. Ist dem Pilotprojekt Erfolg beschieden, könnte an gleicher Stelle ein Flussturbinen-Park eingerichtet werden.

Quelle: Rhein-Zeitung, .rufo

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