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Sonntag, 11.04.2010
Fabrik in Kemerowo für Synthetik-Treibstoff gebaut
Im Gebiet Kemerowo wird die russlandweit erste Fabrik zur Herstellung synthetischen Motorentreibstoffs gebaut. Nach Angaben von Kemerowos Gouverneur Aman Tulejew entsteht der Kraftstoff durch das Auskochen von Kohle.
| Das Werk, in dem die Steinkohle zum Flüssigtreibstoff destilliert, wird in der Nähe der Kohlelagerstätte Serafimowskoje gebaut
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Tulejew fügte hinzu, dass das Werk, in dem die Steinkohle zum Flüssigtreibstoff destilliert wird, in der Nähe der Kohlelagerstätte Serafimowskoje gebaut werden solle. Die Reserven dieser Lagerstätte werden auf 160 Millionen Tonnen Kohle geschätzt.
Die Vereinbarung über den Beginn der Bauarbeiten wurde bereits unterzeichnet. Derzeit werden Vorprojektierungsarbeiten durchgeführt. Als Investor tritt das Unternehmen MPO Kusbass auf. Die Fabrik zur Kohleveredlung wird in Kombination mit einem Kohleschacht aufgebaut. Fabrik und Schacht sollen einen einheitlichen Energiekomplex bilden.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 800 Millionen Dollar (575 Mio. Euro). Der Aufsichtsratschef von MPO Kusbass, Alexander Starikow, versicherte, dass die Fabrik innerhalb von fünf Jahren errichtet werde. „Wir haben patentierte Technologien zur Verarbeitung der Kohle in Flüssigtreibstoff. Dieser Treibstoff kann in erster Linie bei Raketen und Flugzeugen zum Einsatz kommen“, fügte er hinzu.
Nach Angaben Starikows hat der Bau der Fabrik zur Verarbeitung der Kohle für das Unternehmen Vorrang vor der Eröffnung des Schachts. „Damit gibt es keine Probleme, wir können die Kohle für die Fabrik auch aus unseren anderen Schächten liefern“, erklärte er. MPO Kusbass verfügt über vier Kohleschächte, eine Raffinerie zur Veredlung der Kohle und 20 Hilfsbetriebe. Darüber hinaus besitzt das Unternehmen die Maschinenbaufabrik Jurginski. MPO Kusbass selbst ist Bestandteil der Industriegruppe „Donezstahl“.
„In Südafrika gibt es eine solche Fabrik schon. Und in China werden vier vergleichbare Produktionen aufgebaut“, sagte Starikow. Der Rückstand, den Russland in diesem Bereich derzeit habe, sei aufzuholen, ist er überzeugt. „Nach dem Modell unserer Fabrik werden in Russland weitere vergleichbare Betriebe aufgebaut“, sagte er.
Quelle: Itar-Tass, .rufo
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