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Montag, 16.11.2009
Erneuerbare Energien mit hohem Wachstumspotenzial
Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) hofft trotz Regierungswechsel auf eine Fortsetzung der Klimaschutzpolitik. Laut BEE-Studie könnten erneuerbare Energien bald über ein Viertel des deutschen Energiebedarfs decken.
Vor allem bei der Stromproduktion werden erneuerbare Energien eine tragende Rolle spielen (Foto: hitzone.ru)
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Vor allem bei der Stromproduktion werden erneuerbare Energien eine tragende Rolle spielen. Bis 2020 können sie nach der Prognose des BEE 47 des Stromverbrauchs in Deutschland abdecken. Die Wärmeversorgung kann bis dahin zu einem Viertel von erneuerbaren Energien übernommen werden, während der Verkehrssektor mit 18 Prozent etwas zurücksteht. Insgesamt sollen erneuerbare Energien 28 Prozent des gesamten Energieverbrauchs abdecken.
Die vom BEE vorgelegten Zahlen sind deutlich ambitionierter als die Pläne der Bundesregierung. Die sehen nur jeweils eine Verdopplung der alternativen Energien bei Wärme (derzeit sieben Prozent) und Strom (derzeit 15 Prozent) vor.
Der BEE kritisiert zudem die wechselhafte Förderpolitik der Regierung beim Thema Biokraftstoff. Durch die gekürzten Steuerförderungen für Biodiesel und Pflanzenöl ist der Anteil der Biokraftstoffe zuletzt auf unter sechs Prozent gesunken und soll in den kommenden Jahren nur unwesentlich steigen.
Der BEE fordert daher einen „Neustart“ in der Biokraftstoffpolitik. Dadurch soll die Produktion von Biokraftstoffen sich bis 2020 mehr als verdoppeln – von derzeit 4,5 Mio. Tonnen auf zehn Mio. Tonnen.
Die günstigen Rahmenbedingungen für die Entwicklung von „grünem“ Strom müssen auf die Bereiche Wärme und Verkehr ausgeweitet werden, fordert der BEE. „Wenn die neue Bundesregierung jetzt den Mut hat, nach dem Stromsektor auch in den Bereichen Wärme und Verkehr konsequent auf den Ausbau der erneuerbaren Energien zu setzen, wird Deutschland 2020 schon deutlich weiter sein, als die EU-Richtlinie zum Ausbau der erneuerbaren Energien vorschreibt", sagte BEE-Präsident Dietmar Schütz.
Zugleich wendet sich der BEE gegen eine Verlängerung der Laufzeiten für Kernkraftwerke und den Bau neuer Kohlekraftwerke. Dadurch könne der Bereich der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen ruiniert werden, warnt der Verband.
Quelle: BEE, rufo
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