Impressum 
Datenschutz 
Links 
Partner 
Für Unternehmen 


Sonntag, 25.04.2010
Die Erneuerbaren haben sich als Fels in der Brandung der Wirtschaftskrise erwiesen (Foto: wind-powe.ru)
Die Erneuerbaren haben sich als Fels in der Brandung der Wirtschaftskrise erwiesen (Foto: wind-powe.ru)

Erneuerbare Energien gewinnen an Gewicht

Erstmals hat der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland die Zehnprozentmarke beim Gesamtverbrauch überschritten. Die Branche wuchs 2009 trotz der Flaute und hat sich zu einem wichtigen Arbeitgeber entwickelt.


Die Erneuerbaren haben sich als Fels in der Brandung der Wirtschaftskrise erwiesen (Foto: wind-powe.ru)



Rund 300.000 Menschen arbeiten inzwischen im Bereich erneuerbare Energien. Das ist ein Zuwachs von acht Prozent gegenüber 2008. „Die Erneuerbaren haben sich als Fels in der Brandung der Wirtschaftskrise erwiesen“, urteilte daher Umweltminister Dr. Norbert Röttgen bei der Präsentation des Jahresberichts.

Trotz eines schwierigen Umfelds sind auch die Investitionen in erneuerbare Energien wieder deutlich gestiegen: 17,7 Milliarden Euro bedeuten ein Plus von 20 Prozent. Mehr als die Hälfte der Investitionen (54,3 Prozent) wurden im Bereich Photovoltaik getätigt: 9,6 Milliarden Euro.

In Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse wurden immerhin drei Milliarden Euro investiert. Die Windenergie kommt mit 2,65 Milliarden Euro bei den Investitionen auf den dritten Rang.

Die Windenergie hatte im vergangenen Jahr besonders mit der Flaute zu kämpfen. Dabei wurde der Sektor weniger vom Einbruch der Gesamtwirtschaft, als vielmehr von einem ungewöhnlich schwachen Windjahr getroffen. So stieg zwar der Nettoleistungszubau 2009 auf 1.880 Megawatt an, doch die Stromproduktion sank um 2,8 Milliarden Kilowattstunden auf 37,8 Milliarden Kilowattstunden. Mit einem Anteil von 6,5 Prozent am gesamten Stromverbrauch ist die Windkraft trotzdem der wichtigste Stromlieferant unter den erneuerbaren Energien.

Die Wasserkraft lieferte 2009 rund 19 Milliarden Kilowattstunden oder 3,3 Prozent des Gesamtstroms. Auch hier gab es einen leichten witterungsbedingten Rückgang. Die Photovoltaik hingegen entwickelte sich mit einem Anstieg von über 40 Prozent rasant. Ihr Anteil an der Gesamtproduktion lag mit 6,2 Milliarden Kilowattstunden erstmals über einem Prozent.

Starkes Wachstum war auch bei der Biomasse zu verzeichnen: Bei der Stromerzeugung konnte sie ihren Anteil von 4,5 auf 5,2 Prozent steigern und produzierte 2009 insgesamt 30,5 Milliarden Kilowattstunden.

Bei der Wärmeproduktion ist Biomasse traditionell der stärkste Vertreter unter den erneuerbaren Energien: 2009 wurden 101 Milliarden Kilowattstunden Wärme bereitgestellt. Das entspricht einem Anstieg von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Speziell der Verbrauch von Holz und Biogas ist dabei kräftig gestiegen.

Durch Solarwärme und Geothermie wurden 2009 je rund 4,7 Milliarden Kilowattstunden Wärme erzeugt. In beiden Sektoren sieht das Bundesumweltministerium noch erhebliches Wachstumspotenzial.

Quelle: BMU, .rufo

Länder in Deutschland

Regionen in Russland
Powered by RUFO