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Mittwoch, 13.05.2009
Eine ökologisch saubere Lösung: Benzin aus Fäkalien
Zwei junge Wissenschaftler aus Nischni Nowgorod haben eine Möglichkeit zur Herstellung hochwertigen Benzins aus Kanalisationsresten aufgezeigt. Damit wurden sie zugleich Preisträger des Wettbewerbs „Globale Energie“
| Wie wandelt man Biomasse in Benzin um? (Foto: vtlz.biz) |
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Alexej Romanow und Michail Martjanow aus Nischni Nowgorod erhalten ein Preisgeld von 20.000 USD (15.500 Euro) zur Fortsetzung ihrer Experimente und zur Entwicklung eines Apparats für die Herstellung umweltfreundlichen Benzins zum Preis von nur 9 Rubel (0,20 Euro) pro Liter. Das Benzin soll aus organischem landwirtschaftlichem Abfall hergestellt werden, der in den Kläranlagen landet.
Wie wandelt man Biomasse in Benzin um?
Die biologischen Abfälle lagern in großen Fässern. Dort werden sie Mikroorganismen ausgesetzt, die die Biomasse in ein Gemisch aus Methan und kohlenstoffhaltigen Gasen umwandelt. Dieses Biogas wird dann zum Rohstoff für den Treibstoff. Bei der Erhitzung auf 1.500 Grad mittels Katalysatoren verwandelt sich diese Masse in fettige Kohlenstoffe.
Allerdings tauchen auf dem Weg dieser chemischen Umwandlung technische Probleme auf. Wären die Wände des Reaktors, in dem der Prozess stattfindet fest, so wäre er schnell außer Betrieb, da die Wände blitzschnell mit Ruß und Koks „zuwachsen“ würden. Ein Flüssigmetallreaktor ist daher die größte Innovation der Nowgoroder. Sie haben sich dafür entschieden, das Methan-Kohlenstoffoxid-Gemisch durch geschmolzenes Metall zu schicken – und erhielten so erstklassiges Benzin. Aber: bisher nur auf dem Papier.
Jetzt setzen Romanow und Martjanow ihre Arbeiten fort. Nach vorläufigen Berechnungen können aus den Abfällen, die die 1,5-Millionen-Stadt an der Wolga produziert, 12 – 15 Mio. Kubikmeter Biogas pro Jahr erzeugt werden. Bei dessen Verarbeitung entstehen 5 - 7 Mio. Liter Autobenzin.
Das reicht völlig für den Betrieb mehrerer Tankstellen in der Stadt. Neben dem verlockenden Preis gibt es weitere Vorteile: Bei der Produktion wird kein Öl verwendet und gleichzeitig erlaubt die Herstellung eine Verwertung der zahlreichen Abfälle der Millionenstadt.
Quelle: Argumenty i Fakty, rufo
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