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Samstag, 29.05.2010
Dmitri Medwedew setzt auf Passivhäuser
Präsident Dmitri Medwedew hat angeordnet, in „Russlands Silicon Valley“ Skolkowo energieeffiziente Passivhäuser zu bauen. „Je mehr solcher Häuser dort entstehen, desto besser wird unser Innovationszentrum“, sagte er.
Bau energieeffizienter Häuser ändert russische Gesetze (Foto: siptech.ru)
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Wie effektiv die Nutzung kostenloser natürlicher Ressourcen ist, davon konnte sich Medwedew bei einem Besuch des „Green Lighthouse“, einem neuen Universitätsgebäude der Uni Kopenhagen, überzeugen. Das Haus basiert auf dem Prinzip eines geschlossenen energieeffizienten Kreislaufs: Die Nutzung von Solarstrom und Solarwärme, natürlicher Beleuchtung und Belüftung spielt eine entscheidende Rolle bei der Energiebalance des Gebäudes.
Die breiten Mansardenfenster im „Green Lighthouse“ lassen nicht nur Licht ins Haus strömen, sondern ermöglichen eine positive Energiebalance des gesamten Gebäudes. Dem gleichen Zweck dienen automatische Systeme und Solarkollektoren von Velux.
Das dänische Unternehmen Velux hat Fabriken in elf Ländern und Vertretungen in rund 40 Staaten. 2010 initiierte es ein Projekt zum Bau von Einfamilienhäusern in Russland, die nach den Prinzipien des Energiedesigns gestaltet sind. Ziel des Projekts ist es, zu zeigen, dass auch ein in Russland gebautes Haus modernsten Energieeffizienzanforderungen genügen kann.
„Dank der Kombination einer vernünftigen Nutzung moderner in Russland vorhandener Technologien mit einer durchdachten Architektur soll das Projekt darüber hinaus auch technisch und wirtschaftlich ein Erfolg werden“, erklärte Oleg Panitkow, Entwicklungsdirektor von Velux.
Bau energieeffizienter Häuser ändert russische Gesetze
Wenn man in Russland ein Haus baut, das dank der Nutzung von Solarenergie einen geschlossenen Energieeffizienzkreislauf aufweist, verstößt man gegen geltende russische Baunormen, betonte Medwedew. Seine Schlussfolgerung: Die Normen müssen geändert werden.
Das russische System der Gebäudewirtschaft ist äußerst ineffektiv. Die Wärmeverluste machen zwei Drittel des Gesamtverbrauchs aus–zehnmal mehr als in Europa. Gleichzeitig verbraucht die kommunale Wohnungswirtschaft etwa die Hälfte des in Russland produzierten Stroms. Daher hat die Erhöhung der Energieeffizienz Priorität in Russland.
Die Modernisierung des bestehenden Wärmenetzes erlaubt es nicht nur, die Wärmeverluste zu beschränken, sie ermöglicht es den Bewohnern auch, bis zu 20 Prozent weniger für die Wärmeversorgung auszugeben. Eine weitere Möglichkeit, zum Energiesparen beizutragen, ist der Bau neuer energieeffizienter Gebäude. – hier ist der Bau von Passivhäusern ein vielversprechender Weg maximale Resultate zu erzielen.
Quelle: Interfax, .rufo
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