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Montag, 10.01.2011
Die Petersburger Eremitage spart jetzt 70 Prozent bei ihrer Stromrechnung ein. Grund: Energiesparlampen von Philips (Foto: pstour.ru)
Die Petersburger Eremitage spart jetzt 70 Prozent bei ihrer Stromrechnung ein. Grund: Energiesparlampen von Philips (Foto: pstour.ru)

Die Eremitage wird energieeffizientes Museum

Die Petersburger Eremitage spart jetzt 70 Prozent bei ihrer Stromrechnung ein. Grund: Energiesparlampen von Philips. Der Konzern hat die Lampen kostenlos angebracht – als Geste der Dankbarkeit für die Rettung vorm Bankrott.


Die Petersburger Eremitage spart jetzt 70 Prozent bei ihrer Stromrechnung ein. Grund: Energiesparlampen von Philips (Foto: pstour.ru)



Am Ende des 19. Jahrhunderts war die kleine holländische Firma am Rande einer Pleite. Anton Philips machte sich auf nach Russland, um neue Verträge zu ergattern. Und tatsächlich wurde das Unternehmen gerettet, weil die Residenz der russischen Zaren 50.000 Kohlelampen bestellte. 110 Jahre später erleuchten erneut Lampen von Philips den Winterpalast. Aber diesmal werden es Leuchtdiodenlampen sein.

„Man muss ständig das Licht ändern und damit ebenso experimentieren, wie wir mit Farben und Kunst experimentieren“, erklärte der Direktor der Eremitage Michail Piotrowski nach dem kurzen Bericht über die Vergangenheit.

Winterpalast: Verknüpfung zwischen Geschichte und Moderne

Begonnen wurde mit dem Experimentieren 2009. Die größte Bitte der Museumsleitung bestand darin, nichts zu schädigen. Angefangen wurde im Menschikow-Palast. Seine Zimmer werden von 340 LED-Strahlern erhellt. Danach bekamen die Lagerräume der Eremitage im so genannten Alten Dorf eine moderne Beleuchtung. 2010 wurden dann auch Leuchtdioden an der Jordantreppe im Winterpalast angebracht.

Die neue Beleuchtung ermöglicht auch visuelle Effekte. Bei der Wahl des entsprechenden Programms und dem Betätigen des Sensorknopfs erwachen die Kutschen aus der Zeit Katharina der Großen unter den Strahlen der Leuchter zu neuem Leben.

Die Kronleuchter im Georgsaal sind nach der Modernisierung gleich geblieben. Das gleiche Spiel von Licht und Schatten. Unverändert blieben auch die historischen Kandelaber des Winterpalastes. Doch nun erstrahlt alles im Licht der neuen LED-Leuchten.

„Das ist ein neuer dramatischer Effekt!“, verweist Piotrowski auf eben jene Kandelaber. „Es ist nicht besser oder schlechter. Es ist etwas vollkommen Neues, es ist das 21. Jahrhundert“, fügte er hinzu.

„Das wichtigste bleibt nach wie vor das architektonische Objekt. Mit dem Licht versuchen wir nur, die bestehenden Besonderheiten der Architektur zu betonen“, erläutert Wladimir Gabrieljan, Vize-Präsident und Generalmanager von „Philips Swetowyje Reschenija“.

Ingolf Sischka, Labormanager für organische Leuchtdioden Lumiblade, präsentiert eine Neuheit – organische Leuchtdioden OLED. Seinen Angaben nach ist es gelungen, in ein Modul organische Leuchtdioden, eine Steuerungseinheit und einen Wärmeableiter zu integrieren. Ein einfaches Knipsen und die Leuchtdiode erstrahlt.

Verändert wurde auch die Beleuchtung der Alexandersäule auf dem Platz vor dem Winterpalast. 40 Jahre lang wurde sie von metallischen Halogenscheinwerfern angestrahlt; jetzt von Leuchtdioden. Ihre Betriebszeit liegt bei 50.000 Stunden. Eine Besonderheit: An Feiertagen erstrahlt der Engel an der Spitze der Säule in blauem Licht.

Dank dem Lampenwechsel in der Eremitage verringert sich nicht nur die Stromrechnung des Museums. Auch die Belastung des Stromnetzes in der Petersburger Innenstadt wird deutlich geringer. „Derzeit gibt es einen akuten Mangel an Stromkapazitäten speziell im Zentrum und Energieeffizienz ist daher eine der Hauptaufgaben, an denen wir arbeiten“, erklärt Witali Smirnow, technischer Direktor des städtischen Petersburger Betriebs „Lenswet“.

Quelle: Vesti.ru, .rufo

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