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Mittwoch, 31.03.2010
Desertec plant, bis 2050 etwa 15 Prozent des europäischen Energieverbrauchs über Solarstrom aus der afrikanischen Wüste zu decken (Foto: n-tv.de)
Desertec plant, bis 2050 etwa 15 Prozent des europäischen Energieverbrauchs über Solarstrom aus der afrikanischen Wüste zu decken (Foto: n-tv.de)

Deutschland will Wüstenstrom mitfinanzieren

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat sich für das Wüstenstromprojekt Desertec stark gemacht. Die Regierung überlegt, das Energieversorgungsprojekt mit staatlichen Finanzierungshilfen voranzutreiben.


Desertec plant, bis 2050 etwa 15 Prozent des europäischen Energieverbrauchs über Solarstrom aus der afrikanischen Wüste zu decken (Foto: n-tv.de)


Deutsche Exportfördermaßnahmen und Hermes-Bürgschaften für Desertec seien denkbar, erklärte Brüderle in einem Gespräch mit Vertretern der Wüstenstrominitiative. Voraussetzung sei allerdings ein konkreter Handlungs- und Businessplan, machte der Minister deutlich.

Desertec plant, bis 2050 etwa 15 Prozent des europäischen Energieverbrauchs über Solarstrom aus der afrikanischen Wüste zu decken. Nach Angaben von Desertec-Geschäftsführer Paul van Son handelt es sich um ein langfristiges Projekt: Die ersten Anlagen sollen in etwa zehn Jahren gebaut werden. Van Son erklärte, er hoffe auf staatliche Investitionshilfen beim Anschub des Projekts.

Brüderle versprach, dass der Plan in das nationale Energiekonzept aufgenommen werden solle. Das Konzept muss im Herbst neu beschlossen werden. Unter anderem.werden neue Festlegungen zum Atomausstieg erwartet.

Allein aus der der Logik heraus , „dass der liebe Gott festgelegt hat, dass die Sonne in Nordafrika mehr scheint als in unserem geliebten Berlin“ so Brüderle,, spreche alles dafür, dass man mehr Solarenergie von dort einfangen könne.“ Er sagte dem Projekt gute Zukunftschancen voraus. Allerdings bedeute die Gewinnung von Solarstrom in Afrika nicht, dass in Deutschland kein Solarstrom mehr hergestellt werden solle, fügte der Minister hinzu.

Das Desertec-Projekt wird von einem Konsortium um Siemens, E.on, RWE, Münchener Rück und der Deutschen Bank, aber auch Konzernen aus Spanien und Algerien, verwirklicht. Zudem sollen sich in Zukunft auch Firmen aus Frankreich, Italien, Marokko und Tunesien dem Projekt anschließen.

Quelle: dpa, .rufo

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