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Die Phoenix-Technologie wird auch bei der Reparatur von Wasserleitungen genutzt (Foto: clipartbank.ru)
Sonntag, 08.11.2009

Deutsche Phoenix-Technologie belebt alte Rohre wieder

„Mosgas“ und die Preussag Wasser und Rohrtechnik GmbH haben am 14. Oktober den Einsatz der Phoenix-Technologie bei der Reparatur des Gasnetzes vereinbart. Die Technologie erhöht die Betriebsdauer der Rohre um mindestens 40 Jahre.


Die Phoenix-Technologie wird auch bei der Reparatur von Wasserleitungen genutzt (Foto: clipartbank.ru)


Zudem ist die Technologie sehr einfach und erfordert keine umfassenden Erdarbeiten für den Rohrwechsel. An dem Platz, wo die Rohre repariert werden, werden zwei Löcher aufgerissen, in das dazwischen liegende Rohr wird ein Spezialschlauch eingeführt. Anschließend wird der Schlauch mit Hilfe hohen Drucks und hoher Temperaturen an die Innenseite des Rohrs geklebt. Das erhöht die Haltbarkeit der Rohre, denn die neue Haut verschließt alle Risse und Löcher.

„Mit Hilfe dieser Methode müssen wir nicht buchstäblich ganz Moskau umgraben, wie es bei der traditionellen Verlegung von Gasrohren nötig wäre“, erklärt ein Vertreter von Mosgas. Auf diese Art sollen zwischen 2010 bis 2012 in Moskau 158 Kilometer Gas-Hochdruckleitungen repariert werden.

Kampf gegen Löcher und Verluste
Die Phoenix-Technologie wird auch bei der Reparatur von Wasserleitungen genutzt. Nach Angaben von Wladimir Aljochin, dem Leiter des staatlichen Wasserversorgers „Moswodokanal“, erlaubt die neue Technologie, die alten Rohre hermetisch abzudichten und vor Rost und Frost zu schützen. Rohre aus Gusseisen, Stahl oder sogar Keramik müssen in dem Fall nicht auf den Müll, sondern können noch 50 Jahre dienen.

Die Rohre unter der uliza Twerskaja, dem Kutusowski Prospekt und im Alexandergarten beim Kreml sind bereits von dem Polymer-Schutzpanzer eingehüllt. In der Moskauer Kanalisation müssen von 10.000 Kilometern 4.200 Kilometer erneuert werden.

Die Wasserverluste (darunter auch Heißwasser) in russischen Rohreitungssystemen liegen im Durchschnitt bei 15 Prozent (das sind 3,339 Mrd. Kubikmeter Wasser), in einigen Städten erreichen die Verluste sogar bis zu 30 Prozent. Das entspricht einem wirtschaftlichen Schaden an Wasser- und Heizkosten von 4,65 Mrd. Euro im Jahr.

Derzeit gibt es in Russland etwa 2 Mio. Kilometer Rohrleitungen außerhalb von Gebäuden gibt, darunter etwa eine Million Kilometer allein an Leitungen für Kommunalwirtschaft (523.000 Kilometer Wasserrohre, 163.000 Kilometer Kanalisation und 366.000 Kilometer Wärmeleitungen), und etwa 17 Mio. Kilometer Rohre in Gebäuden. 60 Prozent dieser Rohre müssen gewechselt werden. Unter diesen Gesichtspunkten ist die Phönix-Technologie eine reale Möglichkeit, Verluste in den Rohrnetzen zu verringern und die Betriebsdauer zu verlängern.

Quelle: Vesti.ru, rufo

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