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Russland besitzt weltweit die größten Vorräte an Biomasse (Foto: nn-photo.ru)
Dienstag, 29.09.2009

Bundesverband BioEnergie kooperiert mit Nischni Nowgorod

Die Internationale Agentur für Innovationen aus Nischni-Nowgorod hat ein Kooperationsabkommen mit dem Bundesverband BioEnergie unterschrieben. Geplant sind deutsch-russische Projekte in Wissenschaft und Wirtschaft.


Russland besitzt weltweit die größten Vorräte an Biomasse (Foto: nn-photo.ru)


Russland besitzt weltweit die größten Vorräte an Biomasse. In Zukunft sollte Bioenergie neben Erdgas und Erdöl die dritte Säule des russischen Exports werden, meint der Vorsitzende des Bundesverbandes für Bioenergie Helmut Lamp.

Nischni-Nowgorod setzt auf Biokraftstoff
Der Bioenergiefachmann kam in die Wolga-Stadt auf Einladung der Internationalen Agentur für Innovationen (Nischni-Nowgorod). Die Agentur arbeitet eng mit der Verwaltung der Region Nischni-Nowgorod sowie mit der Verwaltung des Föderationsbezirkes Wolga zusammen.

Die Agentur unterstützt Innovationen in den verschiedensten Bereichen, in letzter Zeit wurde gerade die Bioenergie zu einem der Topthemen in der Region. So wird in der Ortschaft Kowernino ein Werk gebaut, das Holzpellets herstellen soll.

Schon jetzt wird in zahlreichen landwirtschaftlichen Betrieben Raps und Getreide angebaut, aus denen die Bauern Biokraftstoff produzieren wollen. Noch gibt es aber das Problem, dass eine Fabrik fehlt, die die Rohstoffe nutzen kann.

Wissenschaftler aus der Region entwickeln Technologien zur Biotreibstoffproduktion. Jedoch bleiben die Patente unrealisiert und viele Hektar Land in der Region liegen brach.

Basis für Kooperation geschaffen
Diese Situation könnte sich bald ändern: Die neue Kooperation sieht neben einem Studentenaustausch und gemeinsamen Programme im Bereich landwirtschaftliche Ausbildung mit Schwerpunkt Bioenergie auch einen Wissenschaftsaustausch vor. Forscher bekommen bald eine Möglichkeit, ihre Projekte einander zu präsentieren und Ergebnisse auszutauschen.

Gestartet werden auch gemeinsame Projekte in der Industrie und Landwirtschaft. Das bisher nicht fertig gebaute Holzpelletwerk in Kowernino wird möglicherweise deutsche Investoren finden, um die Bauarbeiten zu beenden und die Produktion zu starten. Landwirtschaftliche Betriebe, die Raps und Getreide anbauen, werden deutschen Abnehmern vorgestellt.

Brach liegende Flächen können bald einen Nutzer finden. In Deutschland gebe es mehrere Unternehmen, die größere Landstücke brauchen, um z.B. schnell wachsende Bäume zu pflanzen, berichtete Helmut Lamp. In der Region Nischni-Nowgorod werden solche Flächen vermietet.

Langfristige Zusammenarbeit statt Eintagsprojekte
Man solle eine gute Basis für die weitere Zusammenarbeit schaffen, so Lamp. Es dürfe keine eiligen Entscheidungen und Eintagsprojekte geben. „Stattdessen müssen wir ein Konzept und einen Rahmen für langfristige Zusammenarbeit schaffen“, meint der Vorsitzende des Bundesverbandes für Bioenergie.

Nachdem ein allgemeines Abkommen über die Zusammenarbeit unterschrieben ist, beginnen beide Seiten ein Konzept des gemeinsamen Projektes zu entwickeln. Das Projekt soll alle Ebenen umfassen: von der Ausbildung bis zur konkreten Produktion. Die Verhandlungen darüber beginnen im November, nachdem eine neue Regierung in Deutschland gebildet wurde.

Quelle: rufo

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