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Der Probeflug dauerte sechs Minuten.(Foto: azon.com)
Mittwoch, 15.07.2009

Brennstoffzellen heben ab - zum Segelflug über Hamburg

Brennstoffzellen können Kerosin ersetzen. Am 7. Juli ist der mit einem Brennstoffzellensystem betriebene Motorsegler „Antares DLR-H2“ vom Hamburger Flughafen abgehoben. Der Probeflug dauerte sechs Minuten.


Der Probeflug dauerte sechs Minuten.(Foto: azon.com)



Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat das Forschungsflugzeug entwickelt, um zu beweisen, dass die Brennstoffzellentechnik für die Luftfahrt tauglich ist. Immerhin lieferten die Brennstoffzellen genug Energie für Start, Flug und Landung des 660 Kilogramm schweren Ein-Mann-Flugzeugs mit einer Flügelspannweite von 20 Metern.

Angetrieben wird der Segler durch einen Propellermotor, der wiederum aus Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzellen gespeist wird. Bei der Reaktion entstehen Wasser und sauerstoffarme Luft als Abfallprodukt anstelle der Kohlendioxide und Stickoxide, die bei der Verbrennung von herkömmlichem Kerosin anfallen. Allerdings muss der Wasserstoff zuvor aus regenerativen Energien hergestellt werden, soll das System insgesamt klimaneutral sein.

Die elektrische Leistung des Systems liegt bei 25 kW, für den Geradeausflug benötigt „Antares“ weniger als die Hälfte, nämlich zehn kW. Die Reichweite des Flugzeugs liegt bei insgesamt 750 Kilometern, die Spitzengeschwindigkeit bei 170 km/h.

„Mit dem erfolgreichen Erstflug haben wir zunächst die Flugtauglichkeit der Brennstoffzelle bewiesen, die nächsten Schritte fokussieren sich nun auf die Effizienzsteigerung und Langlebigkeit der Systeme“, sagte Josef Kallo vom DLR-Institut für Technische Thermodynamik.

Die DLR ist überzeugt, die Leistungsfähigkeit des Brennstoffzellen-Flugsystems noch deutlich verbessern zu können. Auch wenn Brennstoffzellen in absehbarer Zeit noch nicht als primäre Energiequelle beim Betrieb von Verkehrsflugzeugen dienen könne, sei sie für die Bordstromversorgung eine interessante Alternative, glauben die DLR-Forscher.

In diesem Bereich soll daher weiter untersucht werden. Die DLR arbeitet auf dem Gebiet eng mit Airbus zusammen.

Quelle: DLR, rufo

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