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Mittwoch, 07.07.2010
Ausstellung zum Energiesparen in Moskau eröffnet
Auf dem Gogol-Boulevard im Zentrum Moskaus hat die Ausstellung „Spare die Energie unserer Stadt“ begonnen. Die Fotoausstellung mit 35 Plakaten dauert bis Ende des Sommers und soll die Moskauer zum Energiesparen animieren.
Das Energieressourcen schonen hilft der Umwelt (Foto: museum.ru)
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Die Plakate rufen die Bevölkerung dazu auf, sparsamer mit Wasser umzugehen. 2008 lag der durchschnittliche Wasserverbrauch bei 249 Liter pro Person und Tag. Vernünftig wäre ein Wasserverbrauch von 145 Liter pro Person, betonen Vertreter der Moskauer Stadtverwaltung.
Jährlich kommen in Moskau 75 Millionen Tonnen Warmwasser abhanden. Damit versickert das Wasser zweier großer Flüsse, der Wolga und der Moskwa – gereinigt, aufbereitet und erwärmt – einfach in der maroden Kanalisation.
Energieressourcen schonen hilft der Umwelt
Nach Angaben von Spezialisten des Moskauer Energieinstituts (MEI) belaufen sich die Wärme- und Stromverluste auf dem Weg zum Verbraucher in der Hauptstadtregion auf 30 Prozent, in einigen Regionen erreichen sie sogar Werte von 60 bis 70 Prozent. Schuld daran sind alte Kesselhäuser mit veralteten Anlagen und abgenutzte Röhrensysteme.
Über ein Drittel der Heizkraftwerke in Russland ist älter als 40 Jahre. Gleichzeitig könnte Russland nach Angaben der Weltbank den Primärenergieverbrauch bis zu 45 Prozent senken. Dabei helfen Maßnahmen für eine Verhaltensänderung aufseiten der Bevölkerung allein nicht weiter: Die veralteten Rohre müssen ausgetauscht, die Kesselanlagen modernisiert werden.
Eine andere Sache ist es, den Nutzen von Energiesparlampen zu erklären. Für die Straßen- und Gebäudebeleuchtung werden im Schnitt 10 bis 15 Prozent der erzeugten Energie verbraucht. Durch den Austausch der alten Glühlampen gegen neue Leuchtdioden könnten 90 Prozent dieser Energie eingespart werden.
Ab Oktober 2010 werden in allen städtischen Einrichtungen Moskaus die alten Glühlampen ausgetauscht. Einen entsprechenden Erlass hat Oberbürgermeister Juri Luschkow bereits unterschrieben. Die Umstellung soll die Stromkosten auf maximal ein Fünftel senken.
Sparsames Haushalten mit Wärme und Strom erlaubt es, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern und somit die Umwelt zu schützen. Eben das sollen auch die Exponate der Energieeffizienzausstellung im Zentrum Moskaus der russischen Bevölkerung vermitteln.
Quelle: Vesti.ru, .rufo
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