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Freitag, 18.09.2009
Anbieter von Windenergie müssen die Kosten senken
Die Krise beschert auch der Windenergie eine kleine Flaute. Vor allem aber zeigt sie: Anbieter von Windkraftanlagen (WKA) müssen Kosten senken, um auch ohne Subventionen international konkurrenzfähig zu bleiben.
| Die Krise beschert der Windindustrie eine kurze Flaute (Foto: energospace.ru) |
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Der Verkauf von Windrädern ist – im Gegensatz zu vielen anderen Branchen – stabil, die erhofften Wachstumsraten sind in diesem Jahr aber ausgeblieben: „Die Krise beschert der Windindustrie eine kurze Flaute“, meint Manfred Hader, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants. Doch Hader hat auch eine gute Nachricht: „Der langfristige Wachstumstrend ist ungebrochen, und bis 2012 erwarten wir jährliche Zuwächse von 17 Prozent.“
Bis 2020 soll sich die installierte Leistung auf 576 Gigawatt erhöhen, das ist das Fünffache des derzeitigen Werts. Nach Schätzung von Experten wird das Wachstum vor allem in Asien und den USA besonders stark ausfallen.
Die EU will bis 2020 etwa 20 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen decken. Die politischen Vorgaben werden durch staatliche Klimaschutzprogramme unterstützt. Investitionen von 120 Mrd. Euro sind geplant.
Trotz des starken Wachstums wird sich der Konkurrenzkampf für die Anbieter von WKA weiter verschärfen. Neue Anbieter aus Übersee und Asien drängen auf den Markt. Zudem muss sich die Windkraft als wirtschaftlich effizient auch im Kampf gegen wieder billiger gewordene Rohstoffe durchsetzen.
Größter Kostenfaktor einer WKA ist die Turbine. Derzeit macht er mehr als die Hälfte der Kosten über den gesamten Lebenszyklus der Anlage aus. Um also die Kosten in der Windenergieerzeugung zu senken, müssen Turbinen billiger werden. Experten rechnen für die Zukunft mit erheblichen Preissenkungen. So dürften die Windturbinenhersteller wegen des intensiven Wettbewerbs auf Wachstumsmärkten, wegen zunehmender Kapazitäten und Lieferprobleme weiter an Verhandlungsmacht einbüßen.
Immer größere Windparkprojekte und Rahmenverträge verschärfen den Wettbewerb unter den Windturbinenherstellern, die um immer weniger, dafür aber größere Aufträge konkurrieren. In den letzten vier Jahren ist die Größe von Windparks im Durchschnitt um 20% gestiegen. In den nächsten Jahren wird verstärkt mit größeren Projekten über 50 MW Erzeugerkapazität gerechnet, die meisten davon auf See.
Quelle: stromtip.de, rufo
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