|
Damit soll ein zusätzlicher Anreiz geschaffen werden, die Emissionen kostengünstig auf die vereinbarten Mengen zu senken.
Emissionshandel in der EU
Der Emissionshandel in der erweiterten EU-25 betrifft in der ersten Stufe ca. 12.000 energieintensive Unternehmen, die etwa 50 % der Treibhausgasemissionen in der EU verursachen. Von den einzelnen Staaten werden Emissionszertifikate vergeben, die dann innerhalb der EU von den Unternehmen genutzt oder gehandelt werden können.
Emissionshandel in Deutschland
Innerhalb der EU gibt es keinen separaten nationalen Emissionshandel. Die Unternehmen sind automatisch Teilnehmer des "Emissionshandelsplatzes Europa". In Deutschland nehmen derzeit die Betreiber großer Energieanlagen und energieintensiver Industrieanlagen am Emissionshandel teil. Die für Deutschland zur Verfügung stehenden Emissionszertifikate werden an diese Unternehmen ausgegeben und können dann (unterschiedlich) genutzt werden:
Einlösen
Die Zertifikate können für die Unternehmens-eigenen Treibhausgasemissionen eingelöst werden.
Verkauf
Verursacht ein Unternehmen weniger Treibhausgase, als auf den Zertifikaten ausgewiesen ist, kann es die nicht benötigten Emissionszertifikate verkaufen.
Ankauf
Verursacht ein Unternehmen mehr Treibhausgase, als auf den Zertifikaten ausgewiesen ist, muss es freie Emissionsmengen von anderen Unternehmen aufkaufen.
Durch die zugeteilten Emissionszertifikate werden die Unternehmen gezwungen, die Treibhausgasemissionen als betriebswirtschaftlichen Posten in ihre Kalkulation einzubeziehen. Die Zertifikate werden frei gehandelt; der Preis wird somit letztendlich "vom Markt" bestimmt.
Zur Zeit kostet eine Tonne CO2 ca. 10 Euro (Stand: März 2005)
Autor: Deutsche Energie Agentur
(dena) 22.04.2005
|