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Messungen an Trocknungsanlagen – Optimierung des Glykolverbrauchs

Der optimale Betrieb von Glykoltrocknungsanlagen setzt die Kontrolle verfahrenstechnischer Randbedingungen voraus, zu denen insbesondere auch die Glykolqualität im Kreislauf gehört. Die Verfügbarkeit zuverlässiger Messdaten ist auch zur Beurteilung der Trocknungsleistung erforderlich.

Folgende Prüfmethoden stehen zur Verfügung:
  • Taupunktmessung gemäß DIN 51871 (Spiegel) oder Wassergehalt nach ISO 10101 (Karl Fischer)
  • Abgasemissionen gemäß TA-Luft
  • Untersuchung von Brüdengasen
  • Umfangreiches Analysenprogramm zur Kontrolle von Glykolqualitäten
  • Detaillierte Prüfberichte mit kommentierten Prüfdaten





















Optimierungen

Unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten sollte der Glykolverbrauch einer Anlage möglichst gering sein. Ein wesentlicher Anteil am Gesamtverbrauch wird durch Alterungsprozesse verursacht. Das Kreislaufglykol wird hierdurch unbrauchbar und muß ausgetauscht werden.

Folgende Maßnahmen senken den Glykolverbrauch deutlich:
  • Einsatz des Ruhrgas Alterungsschutz-Additives
  • Reinigung von Prozessglykolen durch Trübungspunktfiltration

















Alterungsschutz-Additiv für Triethylenglykol

Chemische Zusammensetzung Synergistische Mischung von Korrosionsinhibitoren, pH-Reglern und Antioxidanten, gelöst in Triethylenglykol

Eigenschaften

Erscheinungsform Viskose, braune, geruchlose Flüssigkeit

Physische Eigenschaften Dichte, 20 °C ca. 1,13 g/cm³
Schmelzpunkt < 0 °C
Flammpunkt > 150 °C

Löslichkeit in Triethylen- und Diethylenglykol leicht löslich

Anwendung Additiv zur Stabilisierung von Triethylenglykol in Erdgastrockungsanlagen

Vorteile - bessere Halterungs- und Zersetzungsbeständigkeit
- geringere Neigung zur Schlamm- und Emulsionsbildung
- Anti-Scaling-Effekt
- pH-Wert-Stabilisierungs-Effekt
- exzellenter Korrosionsschutz

Dosierung 1 % (v./v.), Zugabe zu frischem Glykol

Sonstige Empfehlungen - Temperatur des Reboilers zwischen 195 und 200 °C halten
- nach Eintrag von Luft ist Reboiler über mehrere Stunden bei 130 °C zu betreiben, damit gelöster Sauerstoff ausgeschleust werden kann

Sicherheitshinweise Reizt die Augen und kann Wasserflora/-fauna nachhaltig schädigen. Dampf/Aerosol nicht einatmen. Kontakt mit Haut und Augen vermeiden. Nicht in Ausguss entsorgen.

Materialsicherheitsdatenblatt gem. RL 91/155/EWG verfügbar.

Lagerung In kühlem, trockenem und gelüftetem Raum in einem dicht verschlossenen Behälter lagern. Gegen physische Beschädigung sowie direkte Sonneneinstrahlung, Wärme, Zündquellen, Oxidiermittel sowie Frost schützen. Warn- und Sicherheitshinweise für das Produkt beachten.

Rechtlicher Hinweis Die hier nach bestem Wissen gemachten Angaben basieren auf unserem gegenwärtigen Kenntnisstand. Eine bestimmte Eigenschaft dieses Produkts sowie eine Eignung für einen bestimmten Zweck können nicht garantiert werden.


Praxisversuch des Additivs

Die Wirksamkeit des von Ruhrgas entwickelten Alterungsadditivs konnte in einem Praxisversuch nachgewiesen werden. Dabei wurde eine gegenüber der normalen Standzeit viermal längere Standzeit erzielt. Der Praxisversuch wurde an einer kontinuierlich betriebenen Erdgastrocknungsanlage auf der Station Waidhaus in der Nähe der tschechisch-deutschen Grenze durchgeführt. Bis heute wurde die Anlage mehr als 12.000 Betriebsstunden betrieben, ohne dass das Glykol ausgetauscht werden musste (Testbeginn Juli 1999).

Die Trocknungsanlage in Waidhaus wird durch vorgelagerte Störungen beeinflusst. Im Verlauf des Versuchs kam es zum Eintrag einer größeren Mineralölmenge in das Glykol. Der Vorfall wurde jedoch erst nach ca. 500 Betriebsstunden bemerkt. Das Öl konnte problemlos an der Oberfläche des Glykols abgeschöpft werden. Ohne das Additiv wäre es erfahrungsgemäß zu einer starken Emulsionsbildung gekommen, so dass das Glykol hätte ausgetauscht werden müssen.

Die Vermarktung des Alterungsschutz-Additivs erfolgt über das Zentrallabor der Ruhrgas AG. Durch zusätzlich angebotene Leistungen wie Störungsdiagnose und Inspektionen können der Anlagenbetrieb optimiert und der Glykolverlust minimiert werden. Für weitere Informationen steht Ihnen Dr. Rüdiger Forster zur Verfügung.

E-Mail: ruediger.forster@ruhrgas.com
Tel.: + 49.2362.93 86 20
Fax: + 49.2362.93 86 70
   
Adresse: Ruhrgas AG
Zentrallabor
Halterner Straße 125
46284 Dorsten
   
Ansprechpartner: Dr. Rüdiger Forster


Quelle: Ruhrgas AG
Veröffentlicht am 17.12.2002

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