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Energiebedingte CO2-Emissionen

Die bedeutendste anthropogene Quelle klimarelevanter Gase ist die Verbrennung der fossilen Energieträger Kohle, Öl und Erdgas. Seit der Industriellen Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich der weltweite Primärenergieverbrauch um das Vierzigfache erhöht. Im Jahr 2000 betrug er knapp 420 Exajoule (EJ = 1018 J).

Unter Primärenergie wird die zur Bereitstellung der nutzbaren Energieträger (z. B. Treibstoffe, Heizöl, Strom) eingesetzte Rohenergie verstanden. Diese wird zu 34,9% aus Rohöl, 23,5% aus Kohle und 21,1% aus Erdgas gewonnen. Die letztendlich genutzte Endenergiemenge betrug 290 EJ. Die restlichen 130 EJ gingen in Kraftwerken oder bei der Verteilung ungenutzt verloren. Allgemein wird von einem weiteren Wachstum des Energieverbrauchs in den kommenden Jahrzehnten ausgegangen, allerdings werden die erneuerbaren Energien hierzu einen immer größeren Beitrag leisten.

Die globale Energieversorgung basiert derzeit zu 80% auf fossilen Energieträgern. Rund 14% des Primärenergieverbrauchs wird aus Erneuerbaren Energien gewonnen, vor allem aus Brennholz und Abfällen (11%) sowie der (2,3%). „Moderne“ erneuerbare Energien wie die , Windenergie oder Geothermie machen bislang nicht einmal ein halbes Prozent des weltweiten Primärenergiebedarfs aus.

Dieser Energiemix führte im Jahr 2000 zur Freisetzung von 23,4 Mrd. Tonnen Kohlendioxid. Über die Hälfte davon entfiel auf die westlichen Industrienationen, allein 24% auf die USA. Doch auch Deutschland trägt mit 3,5% bei einem Anteil von 1% an der Weltbevölkerung überproportional zum globalen CO2 -Ausstoß bei.

Wo bleibt das CO2?

Zu den 23,4 Mrd. Tonnen CO2 aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe kommen noch einmal 6,3 Mrd. Tonnen CO2 durch die Vernichtung der Wälder, so dass zurzeit jährlich rund 30 Mrd. Tonnen CO2 in die Atmosphäre und damit in den Kohlenstoffkreislauf gelangen.

Der „CO2-Quelle“ Mensch stehen in der Natur ver verschiedene CO2-Senken gegenüber: So verbleibt ein Teil des Klimagases in der Atmosphäre, deren Gehalt an Kohlenstoff (C) sich durch die anthropogene CO2-Emission von 600 Mrd. Tonnen C im Jahr 1800 auf heute etwa 760 Mrd. Tonnen C erhöht hat.

Weitaus mehr Kohlendioxid, nämlich rund 5 bis 10 Mrd. Tonnen, bzw. 1,4 bis 2,8 Mrd. Tonnen Kohlenstoff, „verschwinden“ jährlich in den Ozeanen, wo sie zum Teil über Jahrtausende gebunden bleiben. Und schließlich nehmen auch die Waldökosysteme einen Teil der CO2-Emissionen auf.

Während dieser Anteil für die 1980er Jahre in etwa nur so groß eingeschätzt wird, wie die durch die Waldvernichtung freigesetzte Menge an CO2, geht man für die 1990er Jahre von einer deutlichen Senkenwirkung der Wälder aus. Gründe dafür sind die sich ausweitenden Waldflächen auf der Nordhemisphäre sowie die vermutete Dünge-Wirkung des erhöhten CO2-Gehaltes der Luft. Netto dürften die Wälder der Atmosphäre zurzeit etwa 1,8 bis 5,1 Mrd. Tonnen CO2 jährlich entziehen.

Quelle: www.thema-energie.de - ein Wissensportal der Deutschen Energie-Agentur GmbH



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