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"Sapsan - 1" (Foto: Sapsan)

Energieversorgung auf der Datscha

Der russische Windenergieanlagen-Hersteller „Sapsan“ bietet ein kostengünstiges System zur Energieversorgung abgelegener Orte an. Es besteht aus der Windenergieanlage (WEA) „Sapsan - 1“ mit einer Nennleistung von 1 kW, einem gasbetriebenen Generator mit einer Nennleistung von 2 kW und einem Akku. Die WEA wird als Hauptenergiequelle genutzt, der Motor nur, wenn lange Windstille herrscht. Sogar bei den nicht sehr windgünstigen Bedingungen im Moskauer Umland erzeugt eine solche Windenergieanlage etwa 100 kWh pro Monat.

Die Stromversorgung entlegener Orte ist in Russland wegen der oft großen Entfernung zum vorhandenen Stromnetz problematisch. Gewöhnlich werden abgelegene Bauernhöfe oder Datschen durch Dieselgeneratoren versorgt. Der Anschaffungspreis für den Generator ist relativ niedrig, die pro Jahr anfallenden Brennstoff-Kosten sind jedoch etwa dreimal so hoch. Außerdem haben die Dieselmotoren oft nur eine Lebensdauer von einem Jahr, wenn sie rund um die Uhr genutzt werden.

Nach den Angaben der Firma Sapsan verbraucht ein mittelgroßes Haus auf dem Lande mit Beleuchtung, Kühlschrank, Wasserpumpe, Elektrowasserkocher und Computer im Schnitt 6-7 kWh pro Tag. Die Spitzenleistung aller Geräte beträgt etwa 4 kW. Das erfordert den Einsatz eines Dieselgenerators mit einer Leistung von 4 kW (etwa 1.500 Euro), der rund um die Uhr arbeiten muss. Da die Nennleistung des Diesels fast immer deutlich größer ist als die der angeschlossenen Geräte, hat er einen niedrigen Wirkungsgrad. Bei solchen Bedingungen verbrennt er pro Jahr etwa 17.000 Liter Kraftstoff, was bei den derzeitigen Preisen umgerechnet 4.900 Euro entspricht. Da die durchschnittliche Lebensdauer eines Standardmotors etwa 8.000 Stunden beträgt, fallen für die Energieversorgung jährlich Kosten in Höhe von rund 6.400 Euro an.

Bei einer mittleren Windgeschwindigkeit von 6 m/s aber, was in etwa den Verhältnissen im Leningrader Gebiet entspricht, erzeugt die WEA „Sapsan – 1,0“ acht kWh pro Tag, was den Energiebedarf des Hauses gut deckt. Die überflüssige Energie wird im Akku gespeichert und bei Bedarf - bei Windstille - verbraucht. Nur wenn der Energiebedarf zu hoch ist, wird der gasbetriebene Generator automatisch gestartet. Er arbeitet dann mit maximaler Leistung und lädt gleichzeitig den Akku auf. So wird eine hohe Effizienz bei der Kraftstoffnutzung erzielt. Die Gesamtkosten für WEA, Generator, Akku und sonstige Ausstattung betragen umgerechnet 6.700 Euro. Die Anlage hat eine durchschnittliche Betriebsdauer von 10 Jahren. Flüssiges Gas ist derzeit halb so teuer wie Diesel. Bei gleich bleibendem Preisniveau zahlt sich die Investition nach Angaben von Sapsan innerhalb von zwei Jahren aus.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung wurde für die relativ windgünstige Leningrader Region angefertigt. Aber auch in anderen Regionen Russlands kann die Windenergieanlage zu deutlichen Einsparungen führen. Sogar bei einer mittleren Windgeschwindigkeit von 4 m/s - wie im Gebiet Moskau - kann die WEA gekoppelt mit einem Dieselgenerator eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative für die Stromversorgung von Datschen darstellen. Quelle: rufo

Kontakt: „Sapsan“

20.07.2004

Veröffentlicht am 20.07.2004

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