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Pumpspeicherkraftwerke
Ein Pumpspeicherkraftwerk ist ein Wasserkraftwerk, das in erster Linie dazu dient, in Spitzenlastzeiten zusätzlichen Strom in das Netz einzuspeisen und so den anfallenden Strombedarf zu decken.
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Pumpspeicherkraftwerke verfügen über ein oberes und ein unteres Staubecken. Bei geringer Stromnachfrage wird das Wasser mit elektrischer Energie gegen die Kraft der Erdanziehung in den höher gelegenen Speichersee gepumpt. Wird wieder mehr elektrische Energie benötigt, kann das im oberen Stausee gespeicherte Wasser zum Antrieb der Kraftwerksturbinen genutzt werden, um wieder Strom zu gewinnen.
In Zeiten mit einer geringeren Stromnachfrage (z. B. nachts) wird das Wasser des Kraftwerkes aus dem unteren Becken in das obere Becken (Stausee) gepumpt. Zum Antrieb der Pumpen wird der im Netz vorhandene, aber aktuell nicht benötigte Strom verwendet.
Regelung der Stromnetzauslastung
Wird eine erhöhte Nachfrage beim Strombedarf festgestellt, kann das Pumpspeicherkraftwerk kurzfristig - innerhalb weniger Minuten - in Betrieb genommen werden: Die Staumauer wird geöffnet und mit dem Wasser werden Turbinen angetrieben. Diese treiben Stromgeneratoren an, die den erhöhten Bedarf decken.
Aber auch im umgekehrten Fall greifen die Pumpspeicherkraftwerke regelnd ein: Sinkt der Stromverbrauch plötzlich und rapide, werden die Pumpen angefahren, die das Wasser in das Staubecken pumpen. So wird der Stromüberschuss aus dem Netz genommen und der Speicher wird wieder "aufgeladen".
Pumpspeicherkraftwerke und Erneuerbare Energien
Gerade im Hinblick auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien gewinnen solche "Regelkraftwerke" einen immer größeren Einfluss in Bezug auf die Sicherstellung der Stromversorgung. Da beispielsweise Strom aus Solar- oder Windenergie nicht in einer konstanten und planbaren Höhe zur Verfügung steht, müssen sowohl Produktionsausfälle (wie z. B. Windstille) oder auch Phasen mit hoher Stromproduktion bei gleichzeitig geringem Bedarf abgepuffert werden.
Für diese Netzregelung stellen Pumpspeicherwerke ähnlich wie Druckluftspeicherkraftwerke eine gute Ergänzung des Kraftwerksparks dar.
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