Die Projektkosten werden auf 30 Mrd. Rubel (870 Mio. Euro) geschätzt. Einen Teil der Kosten könnten Privatinvestoren übernehmen. Unter den möglichen Kandidaten sind die italienische Enel und der japanische Konzern Mitsui.
Die Turbinen für Sagorsk-2 liefert der Konzern „Silowye Maschiny“, an dem auch Siemens beteiligt ist. Die ersten zwei Hydroaggregate mit einer Leistung von je 210 MW werden 2010 in Betrieb gehen, zwei weitere dann 2012.
Das Interesse ausländischer Investoren ist hoch, denn das Projekt verspricht gute Wirtschaftlichkeit und die Möglichkeit, Strom auf dem freien Markt zu verkaufen. Zudem ist die Lage des Wasserkraftwerks am Fluss Kunja gut gewählt. In der ohnehin stets an Energiemangel leidenden Moskauer Region wächst der Bedarf pro Jahr um sechs Prozent.
Derzeit arbeiten im Wasserkraftwerk Sagorsk bereits sechs Wasserturbinen. Die Gesamtleistung liegt bei 1,2 Mio. kW im Generatormodus und bei 1,32 Mio. kW im Motorenmodus. 2006 erzeugte das Kraftwerk 1,9 Mrd. kWh Strom.
In Übereinstimmung mit dem Programm zur Entwicklung der Wasserkraft will Russland bis 2025 im europäischen Landesteil zehn Wasserkraftwerke mit einer Leistung von über 18 Mio. kW errichten. „Der Bau eines Wasserkraftwerks ist so teuer wie der Bau gewöhnlicher Kraftwerke, doch bei der Berechnung pro kW zeigt sich, dass Wasserkraftwerke billiger sind“, erklärt Semjon Birg, Analyst bei „FINAM“ die Attraktivität von Wasserkraftwerken.
Quelle: RBK-daily
Veröffentlicht am 18.07.2007
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