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Solare Brauchwassererwärmung in Freiburg, Wilmersdorfer Straße

In Wohngebäuden der Familienheim Freiburg Baugenossenschaft e. G. in der Wilmersdorfer Straße in Freiburg wurde im Januar 2001 eine solarthermische Anlage in Betrieb genommen. Die Solaranlage mit 228,2 m² Absorberfläche unterstützt die Brauchwassererwärmung in einer sanierten Heizzentrale, an die insgesamt 14 Gebäude angeschlossen sind. Ca. 600 Bewohner werden so mit solar erwärmtem Brauchwasser versorgt. Die Anlage wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des Förderprogramms „Solarthermie 2000“ gefördert.

Die Solarkollektoren der Anlage befinden sich auf den Flachdächern von zwei Wohngebäuden in der Wilmersdorfer Straße 3 und 5 in Freiburg, die im Jahr 2000 grundlegend saniert wurden. Sie sind dort auf speziell angefertigten Stahlträgerkonstruktionen befestigt. Die Kollektoren sind exakt nach Süden ausgerichtet und um 30° zur Horizontalen geneigt. Aus Platzgründen musste die Gesamtkollektorfläche von 228,2 m² auf zwei Dächer verteilt werden. Das Kollektorfeld auf Haus Nr. 5 mit einer Größe von 73,6 m² wurde hierzu über eine erdverlegte Fernleitung an die Technikzentrale in Haus Nr. 3 angeschlossen. Die Speicherung der solaren Wärme erfolgt in zwei Pufferspeichern mit einem Volumen von jeweils 4.500 l. Zur Speicherung des Brauchwarmwassers wurden zwei neue Trinkwasserspeicher mit jeweils 2.000 l Volumen installiert.

Für die Auslegung der Solaranlage, die insgesamt 14 Gebäude mit Warmwasser versorgt, wurde im Vorfeld der tatsächliche Warmwasserverbrauch sowie die zeitliche Verteilung der Warmwasserentnahme festgestellt. Für die angeschlossenen Wohngebäude in der Wilmersdorfer Straße wurde im Sommer 1999 über mehrere Monate mit Hilfe von Volumenzählern im Zulauf zu den Warmwasserspeichern der tatsächliche Warmwasserverbrauch gemessen und aufgezeichnet. Dieses Zapfprofil war Grundlage für eine computergestützte Anlagensimulation, mit deren Hilfe für die Versorgung der Wohngebäude in der Wilmersdorfer Straße eine Kollektorfläche von insgesamt 228 m² veranschlagt wurde. Die Simulation ergab zudem u.a. folgende zu erwartende Kennzahlen:
  • Einstrahlung auf das gesamte Kollektorfeld 316.799 kWh/a
  • Ertrag aus der Solaranlage 147.060 kWh/a
  • Systemnutzungsgrad 46,4 %
  • künftige Brennstoffeinsparung ca. 18.500 l/a
  • Reduzierung des Kohlendioxidaustoßes ca. 48.000 kg/a
Die Investitionskosten für die Solaranlage betrugen insgesamt 212.314 €, das entspricht einem spezifischen Anlagenpreis von 931 €/m². Aus den Investitionskosten und dem zu erwartenden Jahresertrag ergeben sich somit Nutzwärmekosten von 0,128 €/kWh.

Das Projekt wurde im Rahmen des Förderprogramms „Solarthermie 2000“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zu 60,14 % gefördert.

Quelle: BINE Informationsdienst “Innovative Energie-Projekte”
Veröffentlicht am 28.02.2003

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