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Wärmetauscher und Zirkulationspumpen einer geothermischen Anlage. © Geo-Heat Center, Oregon Institute of Technology– DOE/NREL
Wärmetauscher und Zirkulationspumpen einer geothermischen Anlage. © Geo-Heat Center, Oregon Institute of Technology– DOE/NREL

Wie funktioniert die hydrothermale Geothermie?

Bei der hydrothermalen Geothermie (zwischen 1.500 und 3.000 Metern Tiefe) werden heiße Tiefenwässer gefördert, über einen Wärmetauscher geleitet und die gewonnene Wärme in ein Fernwärmenetz eingespeist. Salzhaltige Thermalwässer werden anschließend in einem zweiten Bohrloch wieder in ihr ursprüngliches Aquifer gepumpt, das heißt also in eine Erdschicht, die Grund- oder Mineralwasser enthält.

Nur in Süddeutschland kann man heißes Süßwasser fördern. Hier kann das Wasser nach der Wärmeentnahme weiter für Trinkwasserzwecke genutzt werden. In Deutschland kommen für eine hydrothermale Geothermienutzung drei Gebiete in Frage: Nordostdeutschland (Mecklenburg-Vorpommern), Süddeutschland zwischen Donau und Alpen (Molassebecken) sowie der Oberrheingraben.

Per Fernwärmenetz zum Verbraucher

In die wasserführende Schicht werden zwei Bohrungen niedergebracht: eine Förderbohrung und in einiger Entfernung (ca. 1 km) eine Injektionsbohrung. Eine Tauchpumpe pumpt das heiße Wasser aus der Fördersonde in die oberirdische Thermalwasserleitung. In einem Wärmetauscher wird die Wärme dann entzogen und über ein Fernwärmenetz an die Verbraucher geliefert. Eine Wärmepumpe kann in das System integriert werden. Das abgekühlte Thermalwasser wird gefiltert und in das ursprüngliche Aquifer verpresst.

Für den Wärmebedarf des Fernwärmenetzes steht an besonders kalten Tagen ein Öl- oder Gaskessel bereit. Man geht heute bei geothermischen Heizzentralen von einer mindestens 30-jährigen Nutzungsdauer aus.

Quelle: BINE

Veröffentlicht am 26.08.2004

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