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Bohrung für eine Geothermische Anlage ©Warren Gretz – DOE/NREL

Welche Bohrtechnik wird bei der Geothermie eingesetzt?

Für den Erfolg eines Geothermieprojekts sind die mindestens zwei Tiefbohrungen je Anlage entscheidend. Abhängig von der Art des geothermischen Verfahrens verursachen sie mehr als 40% aller Kosten.

In Deutschland ist der Untergrund bis 2.000 m Tiefe im allgemeinen detailliert erforscht und gut kartiert. Dieses ist u. a. ein Ergebnis systematischer, geologischer Kartierungen und von Suchbohrungen nach Erdöl oder Erdgas in früheren Jahrzehnten. Ausschlaggebend für den Erfolg einer konkreten Bohrung sind allerdings die lokalen geologischen Verhältnisse, besonders die Wasserführung.

In tieferen Schichten findet sich häufig Salzwasser

Bei jeder Bohrung besteht zum Beispiel das Risiko, in der berechneten Tiefe eine zu niedrige Temperatur anzutreffen. In Deutschland werden in den geothermischen Bohrungen außerdem häufig sehr salzhaltige Wasser (Ausnahme Süddeutschland) gefunden. Teilweise beträgt der Salzgehalt das Zehnfache von Meerwasser. Daher zirkulieren die geförderten Wässer in einem geschlossenen Kreislauf. So können die in höheren Gesteinsschichten vorhandenen Trinkwasservorkommen wirksam geschützt werden.

Das salzhaltige Wasser führte anfänglich auch bei den verwendeten Rohren und anderen Bauteilen in den geothermischen Anlagen zu Korrosion. Daher werden seit einigen Jahren erfolgreich Rohre eingesetzt, die innen mit Glasfaser beschichtetet sind und so einen sicheren Schutz gegen Lecks und Wasserverluste garantieren.

Quelle: BINE


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