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Raumluftkonditionierung mit Erdwärmetauschern

Die Idee, Erdwärme/-kühle für die Wärmebereitstellung bzw. zur sommerlichen Frischluftkühlung einzusetzen, ist nicht neu. Bereits 1877 wurde beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin ein „Verfahren zur Kühlung und Vorerwärmung der Luft mit Hülfe [Hilfe] der Erdwärme“ zum Patent angemeldet. Aber erst in den letzten Jahren wurden Erdwärmetauscher in verschiedenen Projekten mit dem Ziel der Kompensation von Lüftungswärmeverlusten und der energieeffizienten (Vor-) Konditionierung der Raumluft realisiert.

Aufgrund der thermischen Trägheit des Erdbodens liegt die oberflächennahe Erdreichtemperatur in unseren Breiten auch in der Winterperiode im positiven Bereich. Bei der im Erdreich gespeicherten thermischen Energie handelt es sich um Sonnenenergie, da der geothermische Wärmestrom in den oberen Erdschichten unbedeutend ist. Die Temperaturdifferenz von Erdreich zu Außenluft, die im Winter bis zu 25 K betragen kann, lässt sich für die Erwärmung der Zuluft nutzen. Mit dem gleichen System lässt sich im Sommer die aufgeheizte Sommerluft kühlen, bevor sie in das Gebäude geleitet wird. Insbesondere für Büro- und Betriebsgebäude kann der Erdwärmetauscher konventionelle Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik-Systeme sinnvoll ergänzen oder im Passivhausbereich in Kombination mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnungsanlage auch komplett ersetzen.

Quelle: BINE
Veröffentlicht am 25.08.2004

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