Aufgrund der thermischen Trägheit des Erdbodens liegt die oberflächennahe Erdreichtemperatur in unseren Breiten auch in der Winterperiode im positiven Bereich. Bei der im Erdreich gespeicherten thermischen Energie handelt es sich um Sonnenenergie, da der geothermische Wärmestrom in den oberen Erdschichten unbedeutend ist. Die Temperaturdifferenz von Erdreich zu Außenluft, die im Winter bis zu 25 K betragen kann, lässt sich für die Erwärmung der Zuluft nutzen. Mit dem gleichen System lässt sich im Sommer die aufgeheizte Sommerluft kühlen, bevor sie in das Gebäude geleitet wird. Insbesondere für Büro- und Betriebsgebäude kann der Erdwärmetauscher konventionelle Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik-Systeme sinnvoll ergänzen oder im Passivhausbereich in Kombination mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnungsanlage auch komplett ersetzen.
Quelle: BINE
Veröffentlicht am 25.08.2004
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