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Geysire und Vulkane zeigen, wie heiß es im Inneren der Erde ist (Foto: ©Sierra Pacific, DOE/NREL)
Geysire und Vulkane zeigen, wie heiß es im Inneren der Erde ist (Foto: ©Sierra Pacific, DOE/NREL)

Geothermie zählt weltweit zu den ergiebigsten erneuerbaren Energiequellen

Das Innere der Erde ist sehr heiß, wie Vulkane und Geysire zeigen. Diese Wärme zu nutzen, ist Ziel der Geothermie. Weltweit gesehen gehört sie zu den ergiebigsten erneuerbaren Energiequellen und ist darüber hinaus von der Sonneneinstrahlung unabhängig.

Energie- und Rohstoffgewinnung findet heute nur in der oberen Erdkruste statt.
Je tiefer man in das Innere der Erde vordringt, desto wärmer wird es. Nach wissenschaftlichen Berechnungen beträgt die Temperatur im Erdkern etwa 4.000 – 5.000 °C. Bis jetzt findet Energie- und Rohstoffgewinnung nur in der oberen Erdkruste, also auf den ersten 10 km statt. Mit Tiefbohrprojekten hat man bislang eine maximale Tiefe von ca. 12 km erreicht. Demzufolge wurden alle Kenntnisse über die Verhältnisse in größeren Tiefen indirekt, das heißt mit geophysikalischen Methoden, ermittelt.

Erdwärme kann grundsätzlich aus unterschiedlichen Tiefen entnommen werden. Ihre technische Nutzbarkeit hängt in erster Linie von den geologischen und hydrogeologischen Bedingungen am Standort ab. Für die oberflächennahe Wärme (etwa bis einige 100 m Tiefe) werden erdgekoppelte Wärmepumpen eingesetzt. Für die Nutzung der Wärme in tieferen Schichten unterscheidet man im Wesentlichen zwei Verfahren:

1. Hydrothermale Geothermie in 1.500 bis 3.000 Meter Tiefe
Dabei werden die im Gestein vorhandenen Schichten warmen Wassers gefördert und über einen Wärmetauscher geleitet. Die gewonnene Wärme wird anschließend in ein Fernwärmenetz eingespeist.
2. Hot-Dry-Rock-Verfahren in 3.000 bis 6.000 Meter Tiefe
Dieses Verfahren nutzt die im tiefen, kristallinen Gestein enthaltene Wärme. Allerdings ist das „dry“ im Namen nur noch historisch, da man auch in größeren Tiefen immer wieder auf Wasser stößt.

Quelle: BINE


Veröffentlicht am 26.08.2004

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