Unter Prozesswärme versteht man Wärme eines im Gegensatz zur Raumwärme deutlich höheren Temperaturniveaus, welches auf den jeweiligen Anwendungsfall optimiert ist.
Prozesswärme wird zum Beispiel zum Kochen/Backen/Sterilisieren, für Trocknungsprozesse, zum Schweißen oder für die Dampferzeugung benötigt. Wegen des hohen Temperaturniveaus ist in der Regel die Nutzung von Abwärme aus anderen Prozessen nicht möglich, so dass Prozesswärme meistens durch Verbrennungsprozesse oder über elektrischen Strom erzeugt werden muss. In seltenen Fällen ist auch die Nutzung von solarthermischer Energie möglich (z. B. Früchtetrocknung in sonnenreichen Regionen). Wirtschaftliche Einsparpotentiale liegen meist im Energieträgerwechsel von Strom auf Gas, wobei in der Regel auch CO2 gespart wird, die benötigte Energiemenge jedoch nicht notwendigerweise verringert wird. Um die Energieeffizienz zu erhöhen, sind meist Optimierungen der spezifischen Anlagen notwendig, beispielsweise durch bessere Wärmedämmung der Prozesse, Absenkung des Temperaturniveaus oder präzisere Zuführung der Wärme an die Prozesse.