In Kühlschränken werden Lebensmittel gekühlt. Dazu zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf im Gerät ein Kältemittel. Dieses Arbeitsmittel nimmt Wärme im Kühlschrankinneren auf, um sie an der Geräterückseite an die Umgebung abzugeben. Eine Wärmepumpe funktioniert nach dem gleichen Prinzip, wobei jedoch die Wärme und nicht die Kälte genutzt wird. Sie entnimmt Wärme auf niedrigem Temperaturniveau aus einer äußeren Wärmequelle, z. B. Erdreich, Grundwasser oder Außenluft.
Diese hebt sie dann auf ein Temperaturniveau an, das für eine Hausheizung benötigt wird. Für diesen Temperaturhub benötigt die Wärmepumpe eine Antriebsenergie. Ziel einer guten Wärmepumpenanlage ist, dass die so aus der Umwelt entnommene Wärme um ein Mehrfaches größer ist als die zur Temperaturanhebung erforderliche Antriebsenergie.
In Europa dominierte angesichts der klimatischen Bedingungen die Anwendung in Heizsystemen. Nach den Ölpreiskrisen der 70er Jahre stieg die Zahl der in Deutschland installierten Wärmepumpen stark an. Wieder sinkende Energiepreise und technische Probleme der Anlagen ließen die Verkaufszahlen zwischen 1985 – 1993 einbrechen. Mittlerweile sind die technischen Schwachstellen behoben, die Anlagen arbeiten zuverlässig und mit besseren Leistungen. Seit 1993 steigt die Zahl der installierten Wärmepumpen wieder an. Im Jahr 2000 wurden in Deutschland ca. 5.700 Wärmepumpen im privaten Wohnungsbau installiert, davon 94% in Neubauten. Wärmepumpen machen in Deutschland etwa 2% aller Hausheizungen aus; in der Schweiz liegt dieser Wert über 30%.
Quelle: www.thema-energie.de – ein Wissensportal der Deutschen Energie-Agentur GmbH
Veröffentlicht am 06.09.2002
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