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Wohnhaus mit eigenem Heizwerk

Im Juli 1999 beendete „Tscheljaboblschilkomchos“ – eine Firma im Staatsbesitz – die Bauarbeiten an einem 11-stöckigen Wohnhaus in Tscheljabinsk. Die Besonderheit an diesem Haus ist, dass eine Heizanlage in das Gebäude integriert wurde. Diese dezentrale Lösung hat gegenüber der in Russland weit verbreiteten zentralen Fernwärmeversorgung den Vorteil, dass der verlustreiche Energietransport entfällt.

Das Heizwerk versorgt das Haus sowohl mit Wärme als auch mit Warmwasser. Die Raumtemperatur wird durch die an den Heizkörpern angebrachten Thermostate gesteuert. So wird die Wärmeerzeugung entsprechend gesenkt, wenn z.B. Sonneneinstrahlung die Räume erwärmt.

Das Heizwerk ist mit zwei effizienten Gaskesseln (je 460 kW) der Firma Viessmann ausgestattet. Die Leistung der verwendeten Brenner beträgt wahlweise 90 oder 630 kW. Für die Warmwasserbereitung wird ein Lamellenwärmetauscher eingesetzt. In den Nachtstunden, wenn der Warmwasserbedarf niedrig ist, wird die Pumpe des Warmwasserkreislaufs abgeschaltet. Das Warmwasser wird dann aus einem Speicherboiler abgegeben.

Die Wohnungen sind mit Messgeräten ausgestattet, die den Wärme-, Warmwasser- und Stromverbrauch erfassen. Die im Jahr 2000 erstellte Statistik zeigt, dass der Brennstoffverbrauch um insgesamt 27% gegenüber den in der Tscheljabinsker Wohnungswirtschaft geltenden Normen gesenkt werden konnte.

Quelle: “Energosbereschenije”, Tscheljabinsk

03.03.04.

Veröffentlicht am 04.03.2004

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