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Acht Rohre gehen etwa 40 Meter tief in die Erde, um Wärme nach oben zu pumpen (Foto: insolar.ru)
Acht Rohre gehen etwa 40 Meter tief in die Erde, um Wärme nach oben zu pumpen (Foto: insolar.ru)

Erdwärme sichert Dorfschule in Jaroslawl Existenz

Im Gebiet Jaroslawl, nordöstlich von Moskau gelegen, herrschen raue klimatische Bedingungen. Die Bodentemperaturen liegen in 100 Meter Tiefe bei 5 – 8 Grad Celsius (Vgl. Europa 10 – 15° C). Und doch wird hier eine Dorfschule bereits seit 1998 durch Wärmepumpen mit Erdwärme versorgt.

Das Dorf Filippowo liegt etwa 100 Kilometer von der Gebietshauptstadt Jaroslawl entfernt. Eine Gasleitung gibt es nicht und so musste für die Wärmeversorgung der Dorfschule eine andere Lösung gefunden werden.

„Wir haben acht Rohre um das Haus gebohrt in eine Tiefe von etwa 40 Meter“, erzählt Michail Kalinin, Leiter der Abteilung Geothermie beim Wissenschafts- und Produktionsbetrieb „Nedra“ Durch Wärmepumpen werde die Energie aus dem Boden gewonnen und zur Wärmeversorgung der Schule eingesetzt.

Die Schule ist für etwa 160 Schüler und 20 Lehrer eingerichtet. Das zweistöckige Gebäude hat eine Fläche von 950 Quadratmetern und wurde vor dem Einbau der Wärmepumpen gut isoliert, um unnötige Energieverluste zu vermeiden.

80 Prozent der Wärmeversorgung können durch die Wärmepumpen gewährleistet werden. „Die Basisanforderungen der Schule können so gestillt werden, nur in Spitzenverbrauchszeiten muss ein zusätzliches Heizgerät eingeschaltet werden“, erklärt Kalinin das Prinzip.

Die Wärmeversorgung der Dorfschule ist kein ökonomisches Projekt, macht Kalinin deutlich. Allerdings zeigt dieses Beispiel nach Meinung des Ingenieurs die Möglichkeiten der Erdwärme-Nutzung in Russland auf.

Quelle: rufo

Veröffentlicht am 13.12.2007

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