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Ein Kesselhaus im Gebiet Saratow
Ein Kesselhaus im Gebiet Saratow

Entwicklung eines dezentralen Wärmeversorgungssystems in Krasnoarmejsk

Bis zum Jahr 2002 gewährleistete ein großes Kesselhaus die Wärmeversorgung des Maschinenbauwerkes „Selchosmaschiny“ und von zwei Bezirken der Stadt Krasnoarmejsk. Nachdem das Werk stillgelegt wurde, sank der Wärmebedarf auf 16 Gkal pro Stunde und der Kessel des Typs KWGM-100 (100 MW Nennleistung) wurde gerade einmal zu 20-25% ausgelastet. Hinzu kam auch das 4,5 km lange Fernwärmenetz mit starken Energieverlusten.

Da der Kessel bei einer Leistung arbeitete, die bedeutend unter seiner Nennleistung lag, hatte es einen niedrigen Wirkungsgrad und verbrauchte sehr viel Brennstoff. Das Betreiben von zwei leistungsfähigen Netzpumpen des Typs D 1250/125 führte zu einem bis zu 1.425 KWh pro Jahr höheren Stromverbrauch als üblich.

Eine Untersuchung verdeutlichte die offensichtliche Ineffizienz des Kesselhauses bei der Wärmeversorgung der Stadt. Allein im Winter 1999-2000 führte dies zu einem Verlust von umgerechnet 170.000 Euro. Da das Kesselhaus und die Wärmeleitung außerdem noch bedeutender Reparaturarbeiten bedurften, wurde die Entscheidung getroffen, das alte Kesselhaus abzureißen und ein neues in der Stadt zu errichten.

Dieses neue System wurde vom staatlichen Unternehmen „Gipropromselstroi“ entwickelt. Das neue Kesselhaus hat eine Gesamtleistung von 24 MW und wurde mit effizienten Kesseln des Typs KWG-4,0-115N (AG „Sarenergomasch“) ausgestattet. Durch die zentrale Lage innerhalb der Stadt wurde auch die verlustreiche Wärmeleitung über große Distanzen überflüssig. Dadurch konnten bereits im Winter 2002/2003 13.700 Tonnen Einheitsbrennstoff eingespart werden (was bei den derzeitigen Preisen umgerechnet 540.000 Euro entspricht).

Quelle: RUFO

22.11.2004

Veröffentlicht am 22.11.2004

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