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CO2 als Kältemittel für Wärmepumpen und Kältemaschinen

Kohlendioxid (CO2) ist aus ökologischer und sicherheitstechnischer Sicht ein nahezu ideales Kältemittel. Es ist weder giftig noch brennbar, es besitzt kein Ozonabbaupotential, ist chemisch inaktiv und ausgesprochen billig. Daher gibt es keine Notwendigkeit zur Rückgewinnung oder Entsorgung.

Nachteilig für den Einsatz sind die erforderlichen hohen Drücke, die besondere Anforderungen an technische Komponenten wie Verdichter und Wärmeübertrager stellen. Letztlich kann die Anlage aber kompakter mit kleineren Verdichtern und geringeren Rohrquerschnitten gebaut werden. Kohlendioxid zeichnet sich durch eine sehr hohe volumetrische Kälte- bzw. Heizleistung aus und besitzt hohe Wärmeübergangskoeffizienten.

Zukünftig kann Kohlendioxid als Kältemittel in verschiedenen Anwendungsbereichen einen Beitrag bei der Substitution klimarelevanter Kältemittel leisten – in der Kältetechnik wie auch bei Wärmepumpen.

Derzeit eignen sich auf dem Markt verfügbare Wärmepumpen besonders für Niedertemperatursysteme, wie sie in Niedrigenergiehäusern beispielsweise mit Fußbodenheizung realisiert sind. Aufgrund der thermodynamischen Eigenschaften des Kohlendioxids ist die CO2-Wärmepumpe geeignet, hohe Vorlauftemperaturen zu liefern, wie sie für Heizsysteme im Altbaubereich typisch sind. Derzeit wird im Rahmen des Vorhabens COHEPS eine CO2-Wärmepumpe als Ersatz für konventionelle Heizkessel entwickelt.

Quelle: BINE Informationsdienst
Veröffentlicht am 20.06.2002

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