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Als Vorbild diente hier das Fell von Eisbären: Das weiße Fell der Polartiere schützt vor der Kälte und verhindert den Wärmeverlust. Zusätzlich gelangt das Sonnenlicht durch das Fell und wird auf der dunklen Haut in Wärme umgewandelt und gespeichert.
Die passive Solarenergienutzung erfolgt bei der Transparenten Wärmedämmung (TWD) über verschiedenen Schichten. Ein lichtdurchlässiger Glasputz und Glasvlies lassen das Sonnenlicht auf die Dämmschicht aus Kapillarplatten fallen. Diese Kapillarplatten aus Kunststoff – vorstellbar als viele aufeinander geschichtete Strohhalme – leiten das Sonnenlicht an die schwarze Absorberschicht weiter, die das Licht wiederum in Wärme umwandelt und im Mauerwerk speichert.
Warm im Winter - kühl im Sommer
Durch die horizontale Anordnung der Kapillare einer Dämmschicht wird die tief stehende Wintersonne an die Absorberschicht weitergeleitet. Durch Reflexionen an dem Glasputz und in den Kapillaren dringt das Sonnenlicht im Sommer nicht an die Hauswand vor und beugt einer zusätzlichen, unerwünschten Aufheizung in der warmen Jahreszeit vor.
Nach Herstellerangaben liegt der Energiegewinn an Südfassaden bei immerhin 120 Kilowattstunden pro Quadratmeter TWD je Heizsaison.
Quelle: www.thema-energie.de – ein Wissensportal der Deutschen-Energie-Agentur GmbH
Veröffentlicht am 06.09.1990
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