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Freitag, 01.02.2002
BHKW: Kombinationsmöglichkeiten
BHKW und Kältemaschinen
Interessante Kombinationsmöglichkeiten bieten sich mit BHKW und Kälteanlagen für Kaufhäuser, Kühlhäuser, EDV-Anlagen usw. an. Hier können die Gasmotoren direkt zum Antrieb von Kompressoren verwendet werden. Für Neuanlagen bietet es sich an, die im BHKW anfallende Motorwärme während der Stromerzeugung im Sommer für den Betrieb von Sorptionskälteanlagen zu nutzen und damit die Benutzungsstruktur der BHKW-Anlage zu verbessern.
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BHKW und Wärmepumpen
Liegt der Wärmebedarf eines Objektes wesentlich höher, als er unter üblichen Dimensionierungsmethoden von der Abwärme der Motoren für die Stromerzeugung abgedeckt werden kann, kann die Anlage durch zusätzliche Wärmepumpen ergänzt werden. Hier bietet sich beispielsweise die Nutzung der BHKW-Strahlungswärme mittels Wärmepumpe an.
Direktantriebe
Eine weitere Variante ist die Nutzung des BHKW direkt zum Antrieb von Verdichtern, Kompressoren, Pumpen, Ventilatoren etc. Aufgrund der Mineralölsteuergesetzänderung 1992 ist auch für andere stationäre Antriebe in KWK, die nicht Elektrizität erzeugen, der reduzierte Mineralölsteuersatz vorgesehen. Damit entfällt der in der Vergangenheit notwendige energetisch und ökologisch wenig sinnvolle Umweg über die „elektrische Kopplung“.
BHKW und Erdgasentspannungsanlagen
Immer dann, wenn aufgrund der örtlichen Gegebenheiten statt der üblichen Drosselung eine energetische Nutzung des im vorgelagerten Erdgasnetz vorhandenen Druckpotentials wirtschaftlich sinnvoll ist, bietet sich eine Kombination mit einem BHKW an.
BHKW zur Faulturmbeheizung und Klärschlammtrocknung
Eines der ältesten Einsatzgebiete für die KWK mit Verbrennungsmotoren sind Klärwerke. Hier wird traditionell die Motorenwärme zur Faulturmbeheizung eingesetzt. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Nutzung der Motorenwärme zur Klärschlammtrocknung in den Fällen, in denen überschüssige Wärme zur Verfügung steht.
BHKW zur Ersatzstromversorgung
In den Fällen, in denen eine Ersatzstromversorgung - z. B. in Krankenhäusern, Banken, Rechenzentren etc. - erforderlich ist, kann die BHKW-Anlage als Ersatzstromaggregat dienen. Da sie im Gegensatz zu einem Ersatzstromaggregat ständig unter Last läuft, wird die Versorgungssicherheit durch ein BHKW erhöht. Dabei ist die Verfügbarkeit der elektrischen Leistung ausschlaggebend. Durch den modularen Aufbau bietet die BHKW-Technik erhebliche Vorteile.
Neben einer Erhöhung der Versorgungssicherheit ergeben sich aus dem Einsatz von BHKW zur Ersatzstromversorgung zusätzlich wirtschaftliche Vorteile: Im Falle einer Neu- bzw. Ersatzbeschaffung entfallen die Investitionen für ein Ersatzstromaggregat. Im Falle vorhandener Ersatzstromaggregate lassen sich diese in die BHKW-Anlage integrieren und so die Strom- und Wärmelieferung ohne wesentliche Mehrinvestitionen erhöhen. Ferner entfallen die Kosten für den Stand-by-Betrieb sowie den monatlichen Probelauf des Ersatzstromaggregates. Die dabei erzeugte Energie bleibt zudem in der Regel ungenutzt.
Gegenüber einem Notstromdiesel ergeben sich Vorteile bezüglich der Brennstoffbevorratung: Während Erdgas als Brennstoff für ein BHKW unterbrechungsfrei in erforderlichem Umfang uneingeschränkt zur Verfügung steht, muss Dieselöl mindestens für einen 24-Stunden-Betrieb gelagert werden.
Quelle: ASUE
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