Die Anlage am Münchner Flughafen besteht aus zwei parallelen Versorgungssträngen zur Betankung von drei Niederflur-Gelenkbussen mit gasförmigem Wasserstoff (GH2) sowie zur Betankung von Pkws mit flüssigem Wasserstoff (LH2).
Der gasförmige Wasserstoff wird autonom vor Ort mittels Elektrolyse hergestellt. Der flüssige Wasserstoff wird extern erzeugt, per Trailer angeliefert und im LH2-Tank gespeichert.
Die Betankung des Pkw mit Flüssig-Wasserstoff erfolgt vollautomatisch über einen eigens entwickelten Tankroboter. Die LH2-Tankstelle ist öffentlich zugänglich außerhalb des Flughafenvorfelds angeordnet.
Der elektrolytisch erzeugte gasförmige Wasserstoff wird in einem Hydrid-Speichersystem zwischengelagert. Ein Kompressor verdichtet das Wasserstoffgas dann auf den Fülldruck des GH2-Hochdruckspeichers, von wo aus es über die GH2-Zapfsäule in die Fahrzeugspeicher der Busse gelangt. Die Querverbindung zwischen Flüssig- und Gaswasserstoffschiene stellt die Wasserstoffversorgung der Busse bei Wartungsarbeiten am Elektrolyseur sicher. In diesem Fall wird der tiefkalte flüssige Wasserstoff erst mit der LH2-Hochdruckpumpe auf das Druckniveau des Hochdruckspeichers gebracht, im LH2-Verdampfer in die Gasphase überführt und sodann in den GH2-Hochdruckspeicher gefördert.
Die einzelnen Anlagenteile sind in einer übergeordneten Leittechnik zusammengefasst, die die Betriebsabläufe der Gesamtanlage optimal regelt und gemeinsam mit einem Wasserstoff-Sensorsystem einen sicheren Betrieb gewährleistet.
Die Tankstelle am Flughafen München ist öffentlich zugänglich, technische Führungen können vereinbart werden.
Weitere Informationen: http://www.hyweb.de/h2muc
Quelle: Deutscher Wasserstoff-Verband
Veröffentlicht am 05.02.2003
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