Impressum 
Datenschutz 
Links 
Partner 
Für Unternehmen 


Friedrich-Ebert-Schule Erfurt (Foto: www.erfurter-schulen.de/schulen/rs8)
Friedrich-Ebert-Schule Erfurt (Foto: www.erfurter-schulen.de/schulen/rs8)

Sanierung Friedrich-Ebert-Schule Erfurt

Die Friedrich-Ebert-Schule in Erfurt war vor der Sanierung bezüglich ihres wärme- und lichttechnischen Zustands vergleichbar mit anderen Typenschulen in den neuen Bundesländern.
In einer umfassenden Sanierung wurden diesbezüglich eine Reihe von Mängeln behoben sowie der Nutzerkomfort erhöht. Durch Dämmmaßnahmen konnte der Heizwärmebedarf der Schule in der Heizperiode von 143,6 kWh/m² auf 54,3 kWh/m² reduziert werden. Möglichkeiten zum Einsatz von Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung an der Schule werden noch untersucht. Der jährliche Stromverbrauch konnte vor allem durch eine Sanierung der Beleuchtungsanlagen und der Installation von Systemen zur Tageslichtnutzung im gesamten Schulgebäude von 81,3 MWh auf 55,2 MWh verringert werden.

Viele der in Plattenbauweise errichteten Typenschulen in den neuen Bundesländern sind aufgrund ihres baulichen und energetischen Zustands sanierungsbedürftig. Bei der Friedrich-Ebert-Schule in Erfurt wurde ein ganzheitliches Sanierungskonzept angestrebt. Der Energieverbrauch sollte durch eine gute wärmetechnische Sanierung der Gebäudehülle, den Einsatz eines neuen Regelsystems für die Heizung im Gebäude und durch eine neue Versorgungsstrategie für das Kunstlicht in Anpassung an eine optimale Tageslichtnutzung wesentlich gesenkt werden.

Um den Anforderungen der Wärmeschutzverordnung zu genügen, wurde der gesamte Gebäudekomplex der Regelschule Erfurt unter Beibehaltung der äußeren Struktur der Fassade gedämmt. Die Fenster erhielten eine Wärmeschutzverglasung. Die Fassade der Treppenhäuser wurde neu aufgebaut und die ehemaligen Betonelemente mit integrierten Glasbausteinen durch eine großflächige Verglasung ersetzt.

Der Heizwärmebedarf in der Heizperiode wurde mit diesen Maßnahmen von 143,6 kWh/m² vor der Sanierung auf 54,3 kWh/m² nach der Sanierung herabgesetzt, das entspricht einer Reduzierung um 63 %. Um eine bedarfsgerechte Wärmeversorgung entsprechend der Raumnutzung zu gewährleisten, wurden alle Räume mit einer Einzeltemperatursteuerung ausgestattet. Außerdem erhielten alle Klassenräume neue Dreibandlampen mit Leuchten in einer der optimalen Tageslichtnutzung angepassten Installation. Die Beleuchtung in den Klassenzimmern ist tageslichtabhängig geregelt, bei ausreichendem Tageslichtangebot schaltet sie sich aus.

Die Gesamtkosten für die Sanierungsmaßnahmen belaufen sich ohne Planung und wissenschaftliche Betreuung auf 1.479.000 €. (Kosten für die wärmetechnische Sanierung: 1.273.000 € und Kosten für Maßnahmen zur Verbesserung der lichttechnischen Bedingungen von 206.000 €). Da nach der Sanierung ein Anstieg des Wärmepreises zu verzeichnen war, musste zur Errechnung eingesparter Heizkosten die Preisbasis von 1995 herangezogen werden (0,054 €/kWh). Es ergibt sich eine Heizkosteneinsparung nach der Sanierung von 31.355 € bzw. 61 %. Der Strompreis betrug in den letzten fünf Jahren unverändert 0,133 €/kWh. Für die im gesamten Schulkomplex eingesparten Stromverbrauchskosten von 3.382 € entspricht das einer Einsparung von 30 %, bezogen auf das Schulgebäude einer Einsparung von 36 %.

Das Projekt demonstriert verallgemeinerungsfähige Lösungsvarianten, die Energieeinsparung und eine Anhebung des Nutzerkomforts in Einklang bringen. Die im Rahmen der Sanierung der Schule eingesetzten Techniken sind auf dem Markt verfügbar und können in jedes energetische Versorgungskonzept integriert werden.

Quelle: BINE Informationsdienst „Innovative Energie-Projekte“
Veröffentlicht am 12.12.2002

Länder in Deutschland

Regionen in Russland
Powered by RUFO